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Romney versucht es noch mal mit Außenpolitik

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US-Präsident Barack Obama (l.) und Mitt Romney bei Wahlkampfauftritten in Milwaukee, Wisconsin und Sarasota, Florida.

Washington - Im Endspurt des US-Wahlkampfs sucht der republikanische Herausforderer Mitt Romney weiter nach Blößen von Amtsinhaber Barack Obama in der Außenpolitik.

Er warf Obama am Montag (Ortszeit) bei Auftritten in Colorado vor, den tödlichen Angriff auf den US-Botschafter in Libyen herunterzuspielen, statt ihn im Umfeld einer Bedrohung amerikanischer Interessen zu sehen. Das Weiße Haus sprach von einem verzweifelten Versuch Romneys, im Kampf um die Präsidentschaft einen Vorteil zu erringen.

Romney: Seine verpatzte Auslandreise

Eigentlich wollte Mitt Romney mit seiner Reise nach Großbritannien, Israel und Polen diplomatisches Geschick demonstrieren. Doch das ging grandios daneben. © dpa
Schon während der ersten Station in Großbritannien schaffte es Romney (hier mit Premier David Cameron), einen der wichtigsten Verbündeten der USA gegen sich aufzubringen. © dapd
Kaum war er in London gelandet, schon trat der Multimillionär und ehemalige Privat-Equity-Mann Romney ins Fettnäpfchen. Und das ausgerechnet beim sonst eher völkerverbindenden Thema Olympia. © dapd
Es sei „schwer zu sagen, wie gut es werden wird“, verriet er dem TV-Sender NBC. Dann setzte er noch eins drauf. © dapd
Es gebe „beunruhigende Zeichen“, ob Großbritannien in der Lage sei, ein Ereignis dieser Größenordnung auszurichten. Die Briten reagierten empört. © dpa
Die nächste Station Romneys war Israel. Hier ist er mit seiner Frau bei seiner Ankunft in Tel Aviv zu sehen. © dapd
In Israel leistete sich der designierte Präsidentschaftskandidat der Republikaner (das Foto zeigt ihn beim Treffen mit dem Palästinensischen Premier Salam Fayyad)  wieder einen Fauxpas. © dapd
Romney hatte am Montagmorgen zum Abschluss seines Israel-Besuchs vor Spendern in Jerusalem die wirtschaftliche Überlegenheit Israels gegenüber den Palästinensergebieten unter anderem mit Unterschieden zwischen beiden Völkern zu erklären versucht. © dapd
Die Vitalität Israels sei “der Kultur und einigen anderen Umständen“ zu danken, zitierte ihn die Zeitung “Times of Israel“. © dpa
Der hochrangige palästinensische Politiker Saeb Erekat warf Romney daraufhin Rassismus vor. © dapd
Polen war die letzte Station von Romneys Auslandsreise. © dapd
Romney traf in Danzig (Gdansk) mit dem früheren Gewerkschaftsführer und Expräsidenten Lech Walesa zusammen, der ihm Erfolg wünschte. © dpa
Doch auch hier gab es Gegenwind: Die Solidarnosc-Führung distanzierte sich von der Begegnung und bezeichnete Romney als Gegner von Gewerkschaften und Arbeitnehmerrechten. © dpa

Umfragen sehen Obama in dem knappen Rennen im Bereich der Außenpolitik weiter vorn, auch mit Blick auf die Wirtschaft hat der Amtsinhaber jüngst in der Gunst der Wähler aufholen können. Obama erklärte am Montag, der Angriff in der libyschen Stadt Bengasi sei nicht die Tat einer aufgebrachten Menge gewesen, sondern Ausdruck eines Extremismus, wie er in instabilen Ländern zu finden sei.

US-Wahlkampf: So punkteten Michelle Obama und Ann Romney

Die Ehefrauen der beiden Kontrahenten bei der US-Wahl am 6. November, Barack Obama und Mitt Romney, haben versucht, mit emotionalen Reden bei den Parteitagen Sympathiepunkte zu sammeln. Ein Vergleich: © dpa
Das Kleid. Michelle Obama: Knielang, armfrei, rosa-metallisch. Kreiert vom afroamerikanischen Designer Tracy Rees. Pinke Pumps. © 
Ann Romney: Ebenfalls knielang, knallrot, mit Gürtel und halblangen Ärmeln. Designer: Oscar de la Renta. © dpa
Zentrale Zitate von Michelle Obama: „Ich habe aus erster Hand erfahren, dass Präsident zu sein Dich nicht verändert - es zeigt, wer Du bist.“ © dapd
„Wir waren so jung, so verliebt und so verschuldet.“ © 
„Ich hätte nicht gedacht, dass das möglich ist, aber heute liebe ich meinen Mann sogar noch mehr als vor vier Jahren.“ © dapd
Ann Romney: „Ich liebe ihn immer noch, den Jungen, den ich auf einem Highschool-Tanzabend kennengelernt habe.“ © dpa
„Ihr könnt Mitt vertrauen... Er ist der Mann, den Amerika braucht. Er wird nicht versagen.“ © dapd
„Nein, Mitt und ich führen eine echte Ehe.“ © dapd
„In den Märchenbüchern, die ich gelesen habe, gab es nie lange, verregnete Winternachmittage daheim mit fünf schreienden Jungs. Und es gab auch nie Kapitel über Multiple Sklerose oder Brustkrebs.“ © dapd
Private Enthüllungen. Michelle Obama: Barack hat sie früher zu Verabredungen mit einem durchgerosteten Auto abgeholt. „Ich konnte tatsächlich den Asphalt sehen durch ein Loch in der Beifahrertür.“ © dapd
„Er war der Typ, dessen stolzester Besitz ein Couchtisch war, den er im Abfall gefunden hat; und dessen einziges Paar vernünftiger Schuhe eine halbe Größe zu klein war.“ © dpa
Ann Romney: „Wir heirateten und zogen in eine Kellerwohnung. Wir sind zusammen zu unseren Kursen gegangen, haben uns die Hausarbeit geteilt und aßen eine Menge Pasta und Thunfisch... Unser Esstisch war ein herunterklappbares Bügelbrett in der Küche. Das waren ganz besondere Tage.“ © dapd
„Ich war da, als er und eine kleine Gruppe von Freunden darüber sprachen, eine neue Firma zu starten. Ich war da, als sie strauchelten und sich fragten, ob die ganze Idee funktioniert.“ © 
Barack Obama: Saß im Weißen Haus mit seinen Töchtern Sasha und Malia der Couch und schaute sich die Rede im Fernsehen an. Das Weiße Haus verbreitete umgehend ein Foto davon auf dem Fotonetzwerk Flickr. © dapd
Mitt Romney: Kam nach der Rede auf die Bühne, um seine Frau zu umarmen und zu küssen. Arm in Arm winkten sie in die Fotokameras. © dapd

Ursprünglich hatte das Weiße Haus den Vorfall in Bengasi in der vergangenen Woche als spontanen Angriff im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des antiislamischen Videos bezeichnet, in dem der Prophet Mohammed gezielt beleidigt wird.

Romney hatte schon kurz danach die US-Regierung wegen einer Stellungnahme der Botschaft in Kairo scharf angegriffen. Er sah darin eine Entschuldigung der Regierung für den Film „Unschuld der Muslime“ und vermisste eine Verurteilung der Angriffe auf US-Einrichtungen. Tatsächlich aber war die Mitteilung der Botschaft Kairo veröffentlicht worden, bevor Klarheit über die Todesfälle in Bengasi bestand, und Romney erntete Kritik auch aus den eigenen Reihen.

dapd

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