Friedensbewegung gibt Grass Rückendeckung

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Sein Gedicht "Was gesagt werden muss" bringt Günter Grass derzeit viel Kritik ein.

Kassel - Nach seiner Israel-Schelte für sein umstrittenes Gedicht bekommt Literaturnobelpreisträger Günter Grass Rückendeckung aus der deutschen Friedensbewegung.

Nicht der Schriftsteller gehöre an den Pranger, sondern diejenigen Politiker, die weiter an der “Eskalationsschraube“ im Nahen und Mittleren Osten drehten, indem sie den Iran mit Wirtschaftssanktionen immer mehr in die Enge trieben, erklärte der Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag, Peter Strutynski, am Montag in Kassel. “Die logische Folge des Sanktionsregimes aber heißt Krieg.“

Dass Israel über 250 Atomsprengköpfe besitze, dem Atomwaffensperrvertrag nicht beigetreten sei sowie keine Kontrollen zulasse und offen das Für und Wider eines “Präventivkriegs“ gegen Iran diskutiere, “sind Tatsachen, die Günter Grass auf seine Weise ins rechte Licht gerückt hat“, erklärte er.

Grass hatte Israel in seinem Gedicht “Was gesagt werden muss“ unter anderem vorgeworfen, mit seiner Iran-Politik und Atomwaffen den Weltfrieden zu bedrohen. Politik- und Kulturszene im Innen- und Ausland reagierten überwiegend mit harscher Kritik auf das Gedicht. Israel verhängte ein Einreiseverbot gegen den Schriftsteller.

dapd

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