FDP-Fraktionschef: Westerwelles Rückzug war überfällig

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Hans Ulrich Rülke, Fraktionschef der FDP im baden-württembergischen Landtag

Baden-Baden - Der Fraktionschef der FDP im baden-württembergischen Landtag, Hans Ulrich Rülke, hat den Rückzug des Parteivorsitzenden Guido Westerwelle als überfällig bezeichnet.

Er habe Westerwelle diesen Schritt schon im Dezember 2010 nahe gelegt, sagte Rülke am Montag im Südwestrundfunk. Das hätte der Südwest-FDP im Landtagswahlkampf helfen können. Denn der Vertrauensverlust, der mit der Person Westerwelles verknüpft gewesen sei, habe sich bei der Wahl vor einer Woche als schwere Hypothek erwiesen.

Sie waren die Chefs der FDP

Sie waren die Chefs der FDP

Der FDP-Chef habe im Herbst 2009 einen Kardinalfehler begangen, betonte Rülke. Westerwelle habe den schwarz-gelben Koalitionsvertrag “im Grunde im Alleingang ausgehandelt“, ohne dass darin wesentliche Wahlversprechen der FDP Eingang gefunden hätten. Ihm sei es “nicht gelungen, auch nur ein großes Projekt der FDP durchzusetzen“. Damit habe er die Wählerschaft der Liberalen massiv enttäuscht. Außerdem habe er auch nicht vermitteln können, “dass er den Sprung vom Oppositionspolitiker - die Rolle hat er ja hervorragend beherrscht - zum verantwortungsvollen Staatsmann geschafft hat“.

dapd

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