Nach Atomgesprächen

Ruhani besteht auf Recht auf Anreicherung

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Hassan Ruhani

Teheran - Nach der Vertagung der Verhandlungen mit der 5+1-Gruppe hat Irans Präsident Hassan Ruhani auf dem Recht seines Landes auf Urananreicherung bestanden.

"Es gibt rote Linien, die nicht überschritten werden dürfen", sagte Ruhani nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna am Sonntag im Parlament in Teheran. Dazu gehörten die Nutzung von Atomenergie gemäß internationalen Rechts, was die "(Uran-)Anreicherung auf iranischem Boden" einschließe.

Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland hatten seit Donnerstag in Genf mit dem Iran über ein Atomabkommen verhandelt. In der Nacht zum Sonntag teilten beide Seiten mit, dass Fortschritte, aber kein endgültiges Ergebnis erzielt wurden. Die nächste Gesprächsrunde wurde für den 20. November vereinbart.

Bei den Verhandlungen ging es um das iranische Atomprogramm und seine mögliche militärische Nutzung. Wegen des Atomprogramms wurden gegen den Iran in mehreren Stufen UN-Sanktionen verhängt. Medienberichten zufolge wäre der Iran bereit, im Gegenzug für die Lockerung der Sanktionen die Urananreicherung auf 20 Prozent zu stoppen, die bestehenden Bestände zu reduzieren und den Bau seines Schwerwasserreaktors zunächst auszusetzen. Die Urananreicherung auf einen niedrigeren Grad wäre demnach möglich.

afp

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