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Türkei soll russischen Frachter mit Getreide aus der Ukraine festsetzen

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Von: Fee Halberstadt

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Ein russisches Schiff hat anscheinend gestohlenes Getreide geladen und ist auf dem Weg in die Türkei.
Ein russisches Schiff hat anscheinend gestohlenes Getreide geladen und ist auf dem Weg in die Türkei. (Symbolbild) © Vadim Ghirda/dpa

Ein russisches Schiff soll gestohlenes Getreide geladen haben und ist auf dem Weg in die Türkei. Die Ukraine verlangt, den Frachter zu beschlagnahmen.

Ankara – Bereits am 30. Juni informierte die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft das türkische Justizministerium darüber, dass ein Schiff mit einer „illegalen Ausfuhr ukrainischen Getreides“ aus dem Weg in die türkische Hafenstadt Karasu sei. Die Beamten gehen davon aus, dass die Zhibek Zholy etwa 4500 Tonnen Getreide aus Berdjansk geladen hat, wie Reuters unter Berufung des ukrainischen Außenministeriums berichtet.

Kiew fordert die Türkei dazu auf, das Frachtschiff zu beschlagnahmen. In dem Schreiben forderten die Generalstaatsanwaltschaft, dass sie Türkei eine „eine Inspektion dieses Seeschiffs“ durchführen, „Getreideproben für eine gerichtsmedizinische Untersuchung“ beschlagnahmen und „Informationen über den Verbleib des Getreides“ verlangen sollen, berichtet die britische Zeitung Independent.

Gestohlenes Getreide aus der Ukraine: Russisches Frachtschiff auf dem Weg in die Türkei

Außerdem twitterte Vasyl Bodnar, der ukrainische Botschafter, am 1. Juli: „Auf der Grundlage des Schreibens, das wir von [der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft] erhalten haben, haben wir die türkische Seite gebeten, die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.“ Er scheint zuversichtlich, „dass die zu treffenden Entscheidungen Versuche, die territoriale Integrität der Ukraine zu verletzen, verhindern werden.“

Bisher wies Russland die Anschuldigung, das Land habe Getreide aus der Ukraine gestohlen, zurück. Auf die Bitte nach einer sofortigen Stellungnahme am Freitag (1. Juli) kam bisher keine Reaktion von den Beamten des Kremls aus Moskau. Damit sind sie nicht alleine, denn das türkische Außenministerium gab ebenfalls nicht sofort eine Stellungnahme zur Ankunft des Frachters ab, berichtet Independent.

Schiff mit russischer Flagge: Türkei soll es beschlagnahmen

Der Eigentümer des Schiffes meldete sich hingegen zu Wort und gab bekannt, dass ein russisches Unternehmen das Schiff im Rahmen eines Bareboat-Charterers gechartert habe. Das Unternehmen KTZ Express, denen das Schiff gehört, versichert, dass sie sich an alle Sanktionen und Beschränkungen gegen Russland halten werden.

Russland blockiert seit Beginn des Ukraine-Kriegs, dass Getreide aus dem Land exportiert wird, um somit ein Druckmittel zu haben. Das nutzte er bereits, um einen perfiden Vorschlag zu machen. (fh)

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