Demokraten suchen Kandidaten

Sanders fordert Trump: Es wird unübersichtlich

Mike Schier.

2016 hat Bernie Sanders es schon einmal versucht. In der Vorauswahl der Demokraten für die Präsidentschaftswahl sorgte der linke Senator damals für Furore. Am Ende ohne Erfolg. Nun will es der 77-Jährige noch mal wissen.

München - Es wird langsam unübersichtlich: Mit Bernie Sanders hat nun der elfte (!) Kandidat der Demokraten seinen Hut in den Ring geworfen, um Donald Trump im November des nächsten Jahres herauszufordern. Sanders war – neben Trump – 2016 zur Überraschung der Vorwahlen mutiert. 

Obwohl ein Linksaußen, brachte er Hillary Clinton in schwere Nöte. Nur: Dass der inzwischen 77-Jährige diesmal ähnlich erfolgreich wird, darf man bezweifeln (Mehr dazu).

Sanders will Trump fordern: Bedarf an eigenwilligen älteren Herren gedeckt?

Sanders kam vor allem deshalb an, weil Hillary wie sonst kaum jemand für das Establishment der Ostküste stand und insgesamt wenig Esprit versprühte. Dies war letztlich vielleicht auch der entscheidende Faktor für ihre Niederlage gegen Trump. Sanders jedenfalls brachte mit seinen linken Ideen in der demokratischen Partei einiges ins Rutschen. 

Viele junge, alternative Kandidaten surften auf seiner Erfolgswelle mit. Einige treten nun gegen ihn an. Nach zwei Jahren Trump könnte der Bedarf der meisten Amerikaner an eigenwilligen älteren Herren mit extremen politischen Positionen gedeckt sein.

Sanders gegen Trump - oder setzen die Demokraten auf einen anderen Kandidaten?

Im Prinzip stehen die Demokraten vor zwei Grundsatzfragen. Soll man wieder auf einen moderaten Kandidaten der Mitte setzen (Joe Biden?) oder auf einen Vertreter vom linken Flügel? Und: Will man dem 72-jährigen Trump mit einem noch älteren Konkurrenten begegnen (Sanders/Biden?) oder nicht lieber auf eine jüngere Alternative setzen? Sicher ist nur: Das Bewerberfeld ist längst noch nicht komplett – es wird sehr, sehr unübersichtlich.

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