Es brodelt bei den Freien Wählern

Sanfte Watschn für Pohl

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Bernhard Pohl.

München - Die Sitzung des Bezirksvorstands Schwaben der Freien Wähler am Dienstag ging besser aus, als Bernhard Pohl es hatte erwarten dürfen. Doch es gab eine sanfte Watschn.

Bei seinem Auftritt soll er ziemlich kleinlaut gewesen sein. Ein Kollege sagte am Mittwoch über Bernhard Pohl: „Ich habe ihn noch nie so niedergeschlagen gesehen.“ Dabei ging die Sitzung des Bezirksvorstands Schwaben der Freien Wähler am Dienstag besser aus, als Pohl es hatte erwarten dürfen. Man einigte sich einstimmig darauf, den 50-Jährigen nicht zu stürzen. Im Beschluss heißt es, man respektiere seine untadelige politische Arbeit - missbillige aber die Alkoholfahrt. Angesichts der zahlreichen Verkehrsdelikte, die Pohl sich geleistet hat, ist das eine sanfte Watschn. Das gefällt nicht allen in der Partei. Die Europaabgeordnete Ulrike Müller legte in ihrer Kritik an Pohl gegenüber unserer Redaktion nach. „Aus meiner Sicht ist er in seinen Ämtern nicht mehr tragbar.“ Sie kündigte an, als nächstes werde sich der Landesvorstand der Partei damit befassen, ob es satzungsrechtliche Schritte gegen Pohl geben könne. „Abgeordnete haben eine Vorbildfunktion.“ Es brodelt bei den Freien Wählern.

lby/cd/mik/mmä

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