Schäuble: Rettung Griechenlands dauert zehn Jahre

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble

Düsseldorf - Griechenland braucht nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) rund zehn Jahre, um sich von der Krise zu erholen. Das griechische Volk müsse sich entscheiden, ob es die Last tragen will.

“Griechenland wird zur vollen Herstellung seiner Wettbewerbsfähigkeit sicher eher ein Jahrzehnt brauchen als ein Jahr“, sagte Schäuble dem Magazin “Wirtschaftswoche“ laut Vorabbericht.

“Wir können dem griechischen Volk die erforderlichen Anpassungsleistungen nicht ersparen“, sagte der Minister. “Am Ende muss das Volk entscheiden, ob es die Last tragen kann und will.“ Die griechische Regierung sei auf jeden Fall klar entschlossen, unter allen Umständen im Euro zu bleiben. “Wir sollten Respekt haben vor den enormen Anpassungslasten, die dem griechischen Volk abverlangt werden“, sagte er.

Schäuble sagte, es bestehe die Gefahr, dass die Währungsunion auseinanderfiele, wenn Griechenland nicht gerettet werden. “Die EU würde enorm an politischem Vertrauen und weltweiter Handlungsfähigkeit verlieren“, sagte er. Griechenland müsse unter allen Umständen in der Euro-Zone gehalten werden. “Einige Akteure an den Finanzmärkten haben Zweifel, ob eine Konstruktion wie Europa seine Währung stabil halten kann. Das testen sie“, sagte er. “Manche Marktteilnehmer haben Interesse an Volatilität, nicht an Stabilität, weil sie daran verdienen.“

dapd

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