1. tz
  2. Politik

Schavan schlägt Kabinett Bafög-Erhöhung noch 2009 vor

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Bundesbildungs- und Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) betritt am Mittwoch vor Beginn der Kabinettssitzung im Bundeskanzleramt in Berlin den Raum. Schavan will dem Bundeskabinett höhere BAföG-Sätze für Studenten vorschlagen. © dpa

Berlin - Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat dem Kabinett eine Bafög-Erhöhung noch in diesem Jahr vorgeschlagen. Die Elternfreibeträge sollen demnach um weitere drei Prozent steigen und die Bedarfssätze um zwei Prozent.

Das teilte das Ministerium am Mittwoch in Berlin mit. Zudem will Schavan das Höchstalter für ein gefördertes Masterstudium von 30 auf 35 Jahre anheben. Die CDU-Politikerin kündigte einen entsprechenden Gesetzentwurf an. Insgesamt erhielten 2008 rund 333.000 Studierende Bafög. Das geht aus dem 18. Bericht zum Bundesausbildungsförderungsgesetz hervor, den das Kabinett verabschiedet hat. Zugleich erhöhten sich die durchschnittlichen monatlichen Fördersätze von 375 auf 398 Euro monatlich.

Auch der Anteil weiblicher Bafög-Empfänger, der bei Studierenden zuletzt 54 Prozent und bei Schülern sogar 62 Prozent betrug, hat sich laut Bericht vergrößert. Schavan sagte: “Die Zahlen belegen eine Trendwende, die wir mit der erheblichen Anhebung der Bedarfssätze wie der Freibeträge erreicht haben. Zudem haben wir durch strukturelle Maßnahmen deutliche Verbesserungen herbeigeführt.“ Dies gelte für die Auslandsförderung, die Förderung von Auszubildenden ausländischer Staatsangehörigkeit oder für Förderbedürftige mit Kindern.

Elf Prozent mehr Ausländer gefördert

So wurden im Jahr 2008 mehr als 28.000 Auszubildende im Ausland gefördert. Dies bedeutet einen Anstieg von über 43 Prozent gegenüber 2005. Zudem wurden mit fast 47.000 Auszubildenden ausländischer Staatsangehörigkeit rund elf Prozent mehr Ausländer gefördert als noch 2005. Den neuen Kinderbetreuungszuschlag haben knapp 30.000 Geförderte mit eigenen betreuungsbedürftigen Kindern bezogen. Schavan sagte, dass das geplante nationale Stipendienprogramm nicht zu Lasten des Bafög gehen werde: “Bei der Förderung der Studierenden setzen wir auf einen Dreiklang aus Bafög, Stipendien und Bildungsdarlehen. Junge Menschen aus einkommensschwächeren Familien werden sich auch künftig auf ausreichende finanzielle Unterstützung durch das Bafög verlassen können.“

Auch interessant

Kommentare