Schröder: Druck bei Kita-Ausbau zeigt Wirkung

+
Kristina Schröder sieht sich bestätigt.

Berlin - Familienministerin Kristina Schröder ist zufrieden mit dem Ergebnis ihres Ultimatums zum Kita-Ausbau. Nur zwei Bundesländer hinken noch hinterher.

Bis Mitte September haben nach Angaben ihres Ministeriums die meisten Bundesländer mindestens 90 Prozent der Bundesmittel für den Ausbau abgerufen, wie die Zeitung „Die Welt“ (Montagausgabe) berichtet. Das entspricht der von Schröder Ende Juni geforderten Quote bis spätestens 30. September.

Lediglich Sachsen und Bremen hinken dem Ministerium zufolge in dieser Hinsicht hinterher. „Wir helfen den Ländern gern bei der Finanzierung dieser Herkulesaufgabe. Aber wir müssen auch Druck machen, damit aus den Geldern schneller Kitaplätze werden“, sagte Schröder.

So funktioniert das Betreuungsgeld

Eltern sollen künftig ein Betreuungsgeld erhalten, wenn sie für ihre Kinder zwischen dem 13. und 36. Lebensmonat kein staatlich gefördertes Angebot in einer Krippe oder bei einer Tagesmutter in Anspruch nehmen. © dpa
Die Kritiker sprechen von einer “Fernhalteprämie“ oder “Herdprämie“, die Koalition von “Wahlfreiheit“ bei der Kinderbetreuung. © dpa
Das Betreuungsgeld soll ab 1. Januar 2013 zunächst nur für Kinder im zweiten Lebensjahr mit 100 Euro monatlich starten. © dpa
Ab 2014 soll das Geld auch für Kinder im dritten Lebensjahr gezahlt und für alle auf 150 Euro monatlich erhöht werden. © dpa
Die neue Leistung wird nach dem Gesetzentwurf auch dann ausbezahlt, wenn beide Elternteile berufstätig sind und Großeltern, Verwandte, Freunde oder ein Au-pair-Mädchen das Kind betreuen. © dpa
Beantragt werden kann das Betreuungsgeld bei den Elterngeldkassen der Kommunen. Bei Hartz-IV- oder Sozialhilfe-Empfängern wird das Betreuungsgeld von der Gesamtleistung wieder abgezogen. © dapd
Nach dem überarbeiteten Gesetzentwurf sind für das Betreuungsgeld 2013 rund 300 Millionen Euro eingeplant. Ab 2014 werden Aufwendungen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro, ab 2015 dann 1,2 Milliarden Euro erwartet. © dpa

Hintergrund des Ultimatums ist der Zeitdruck, der beim Kita-Ausbau auf Bund und Ländern lastet. Immerhin müssen bis 1. August 2013 bundesweit 780.000 zusätzliche Plätze für unter Dreijährige geschaffen werden.

dapd

Auch interessant

Meistgelesen

Zukunft von Sachsen: „Kenia-Koalition“ will am Sonntag Koalitionsvertrag vorstellen
Zukunft von Sachsen: „Kenia-Koalition“ will am Sonntag Koalitionsvertrag vorstellen
TV-Star beleidigt Jungen auf Klima-Demo - „Kleiner Pisser“
TV-Star beleidigt Jungen auf Klima-Demo - „Kleiner Pisser“
Terror auf der London Bridge: Held korrigiert Narwalzahn-Johnson fordert härtere Strafen für Gewalttäter
Terror auf der London Bridge: Held korrigiert Narwalzahn-Johnson fordert härtere Strafen für Gewalttäter
Widersprüchliche Umfragen für neue SPD - Kritik von Grünen-Chef: „Hätte mir gewünscht, dass ...“
Widersprüchliche Umfragen für neue SPD - Kritik von Grünen-Chef: „Hätte mir gewünscht, dass ...“

Kommentare