Initiative gestartet

Schröder fördert Kinderschutz im Internet

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Kristina Schröder beim Start der Initiative für Kinderschutz im Internet.

Berlin - Kinder-Suchmaschinen schützen Kinder beim Internetsurfen, weil sie nur auf geprüfte Seiten verlinken. Aber erst 20 Prozent der Eltern nutzen sie - zu wenig.

Bund, Länder und verschiedene Verbände wollen Kinder besser vor Gefahren im Internet schützen. Dazu haben sie die Initiative “sicher online gehen - Kinderschutz im Internet“ gestartet. “Es geht hier sowohl um Schutz als auch um die Stärkung der Eigenverantwortung“, sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) nach der Unterzeichnung einer gemeinsamen Charta am Freitag in Berlin.

Schutz bieten zum Beispiel spezielle Kinder-Suchmaschinen, die nur auf geprüfte Internetseiten verlinkt. “Wir wollen das Angebot für Kinder im Netz ausbauen und es stärker vom Angebot für Erwachsene trennen“, erklärte Schröder. Vor allem gehe es aber darum, dass die Eltern die Software auch einsetzen. “Im Moment sagen 95 Prozent der Eltern: Wir finden es gut, dass es solche technischen Möglichkeiten gibt - aber nur 20 Prozent nutzen sie auch.“ Das müsse sich ändern.

“Jugendmedienschutz ist nicht Aufgabe eines Einzelnen, der Eltern, der Länder, des Bundes oder gar der Wirtschaft“, sagte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Er sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, waren sich die Experten einig.

Der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien, Jürgen Doetz, äußerte Befürchtungen, dass ein Schutzfilter als Zensur verstanden werden könnte. “Wir hoffen, dass das Bündnis auch zusammensteht, wenn wir die öffentliche Diskussion mit der Netzgemeinde führen“, sagte er. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sagte, der Kinder- und Jugendschutz dürfe nicht hinter der Meinungsfreiheit zurücktreten.

“Es ist eine riesige Chance, dass Kinder mit dem Internet aufwachsen können“, sagte Ministerin Schröder. Das Medieninteresse ihrer gerade ein Jahr alten Tochter Lotte Marie konzentriere sich allerdings im Moment noch auf Stoffbücher.

dpa

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