Sechs Guantánamo-Häftlinge an Uruguay überstellt

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Handschellen in Guantánamo: Die Häftlinge sollen seit März im Gefängnis Spanisch gelernt haben. Foto: Michelle Shephard /Archiv

Washington/Montevideo (dpa) - Die USA haben sechs Häftlinge aus dem umstrittenen Gefangenenlager Guantánamo Bay an Uruguay überstellt. Das teilte das Pentagon mit. Nach Informationen des "Miami Herald" handelt es sich um vier Syrer, einen Palästinenser und einen Tunesier.

Die Regierung in Montevideo bestätigte laut der Zeitung "El País" ihre Ankunft. Einer von ihnen sei zunächst wegen Gesundheitsproblemen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Unter den eingereisten Häftlingen ist der Syrer Abu Wael Dhiab, der sich am Hungerstreik in dem Gefängnis beteiligt und in einem gescheiterten Gerichtsprozess versucht hatte, sich gegen die Zwangsernährung zu wehren.

Uruguays Staatschef José Mujica hatte vor dem Transfer versichert, dass sich alle frei bewegen und das südamerikanische Land jederzeit verlassen könnten. Laut "Miami Herald" hatten die sechs Häftlinge seit März Spanisch-Unterricht im Gefängnis genommen.

Die USA bedankten sich bei der Regierung in Montevideo für die Unterstützung. Mit dem Verbleib von nunmehr 136 Häftlingen und dem Widerstand im US-Kongress scheint es weiter ausgeschlossen, dass Präsident Barack Obama das Lager in seinen gut zwei Jahren verbleibender Amtszeit wie versprochen schließen kann.

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