Verständnis für Italiener und Griechen

Seehofer nach Flüchtlingsdrama: EU muss eingreifen

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Horst Seehofer ist der Zeit auf Saudi-Arabien-Reise.

Riad - Nach dem Flüchtlingsdrama vor der libyschen Küste ruft CSU-Chef Seehofer zu einer europäischen Kraftanstrengung auf. „Wir können die Frage nicht den Italienern allein überlassen.“

Horst Seehofer beschäftigt sich derzeit intensiv mit Außenpolitik. In Saudi-Arabien sprach er am Sonntag unter anderem mit dem König über die Krisenherde der Region. Das neuerliche Unglück im Mittelmeer zeigt, wie dringend der Handlungsbedarf ist. Die Bundesregierung müsse den Druck innerhalb der Europäischen Union erhöhen, sagte Seehofer am Montagmorgen (am Mittag reist er nach Katar weiter). „Für solche Zwecke gibt es die Europäische Union. Sie sollte gemeinschaftlich tätig werden.“ Die Menschen in Deutschland würden solche Dramen nicht auf Dauer tolerieren, sagte der bayerische Ministerpräsident.

Für die Klagen der Italiener und Griechen habe er Verständnis, die europäische Politik müsse endlich gemeinsam handeln: „Wir reden über Formulare beim Mindestlohn – und da kommen Leute um.“ Auffällig sei, dass die meisten Schiffe von Libyen aus starteten, so Seehofer. Dort müsse man Gegenmaßnahmen ergreifen.

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