Seehofer will Bürger mehr entscheiden lassen

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Will Volksentscheide auf Bundesebene: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer.

München - Bayerns Regierungschef Horst Seehofer will Volkes Stimme mehr Gewicht verleihen: Eine Direktwahl des Ministerpräsidenten sieht er zwar zwiespältig, jedoch will er Volksentscheide auf Bundesebene durchführen.

Bayerns Regierungschef Horst Seehofer sieht die der ÖDP geforderte Direktwahl des Ministerpräsidenten im Freistaat zwiespältig. „Ich persönlich hätte nichts dagegen, ich würde keine Angst vor einer Direktwahl haben“, sagte er im Interview mit der Zeitung „Welt am Sonntag“. Gleichzeitig warnte er aber vor schwierigen Machtverhältnissen, wenn ein Ministerpräsident nicht gleichzeitig die Mehrheit im Landtag hinter sich hätte. Seehofers Tipp: „Meine Lebenserfahrung sagt, dass man Bewährtes nicht unbedingt ändern sollte.“

Seehofers Facebook-Party in Bildern

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Trotzdem will auch der CSU-Chef Volkes Stimme noch mehr Gewicht verleihen. Im Interview mit dem Blatt verknüpfte er seine Kandidatur für die Landtagswahl im Herbst 2013 mit der Zustimmung seiner Partei zu bundesweiten Volksentscheiden. „Jeder in der CSU muss wissen, dass Volksentscheide auf Bundesebene über wichtige Fragen der Europapolitik ein Ziel sind, das ich unter keinen Umständen aufgeben werde.“ Das komme ins Wahlprogramm und werde der Bevölkerung zur Abstimmung vorgelegt. „Wer den Kandidaten und sein Programm will, stimmt zu. Wer etwas nicht will in der Partei, der sollte es mir rechtzeitig sagen. So einfach ist Politik.“

dpa

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