Seehofer warnt: Atomausstieg nicht "versemmeln"

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Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat die Regierungskoalition davor gewarnt, den Atomausstieg zu "versemmeln".

Nürnberg - Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat die Regierungskoalition davor gewarnt, den Atomausstieg zu "versemmeln". Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner warnt dagegen vor einem übereilten Ausstieg.

“Wenn die Koalition ein so großes Projekt versemmelt, weil sie es kaputtschwätzt, dann wäre das eine Entwicklung, die für niemanden von Vorteil wäre“, sagte Seehofer den “Nürnberger Nachrichten“ (Donnerstag). Die Bevölkerung dürfe nicht den Eindruck gewinnen, dass manche Äußerung nur wegen damals anstehender Wahlen gefallen sei. “Eines muss doch klar sein: Eine Wende von der Wende wäre fatal.“

Angesprochen auf den Unmut der Energiekonzerne sagte Seehofer dem Blatt: “In welchem Land leben wir eigentlich, dass wir uns nicht mehr zutrauen, wesentliche Dinge wie den Atomausstieg innerhalb eines Jahrzehnts zu bewerkstelligen? Nein, wir müssen und wir werden entschlossen handeln.“

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner warnt dagegen vor einem übereilten Ausstieg aus der Atomenergie. “Je schneller wir aussteigen, ohne bereits genügend Alternativen zu haben, umso stärker könnten die Preise steigen“, sagte Aigner der “Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag). Man dürfe “die Verbraucher nicht aus den Augen verlieren, denn sie sind von den Konsequenzen des Atomausstiegs direkt betroffen“.

dpa

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