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Seehofer warnt vor Technologie-Abbau durch Bundeswehrreform

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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer steht am Mittwoch nach der Übergabe des 1000. Helikopters des Typs EC135 der Firma Eurocopter in Donauwörth (Schwaben) am Heckrotor der gelben Maschine, der mit der deutschen und der europäischen Fahne verziert ist.

Donauwörth - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) befürchtet durch die Bundeswehrreform Nachteile für Technologieunternehmen.

“Trotz der erforderlichen Sparmaßnahmen muss die Bundesregierung die Weichen dafür stellen, dass die Kompetenz bayerischer und deutscher Unternehmen im Luft- und Raumfahrtbetrieb nicht unwiederbringlich verloren geht“, sagte er am Mittwoch bei einem Besuch des Hubschrauberherstellers Eurocopter im schwäbischen Donauwörth.

“Viele technische Entwicklungen haben zuerst im Bereich der Wehrtechnik stattgefunden“, sagte Seehofer. Als Beispiele nannte er den Airbag oder auch den Funk. “Es wäre ein schwerwiegender Fehler, mit dem einseitigen Blick auf kurzzeitige Spareffekte zu setzen und dann später Spitzentechnologien teuer aus dem Ausland kaufen zu müssen.“ Der Wiederaufbau dieser Technologien im eigenen Land könne Jahrzehnte dauern, meinte Seehofer.

Der Ministerpräsident war nach Donauwörth gekommen, um bei der Übergabe des 1000. Eurocopter-Hubschraubers der Serie EC135 dabei zu sein. Dieser Helikopter ging an den ADAC. Der Automobilclub habe nun 51 Hubschrauber an 34 Standorten, sagte ADAC-Präsident Peter Meyer.

Eurocopter ist ein deutsch-französisch-spanisches Unternehmen und gleichzeitig ein Geschäftsbereich des Rüstungskonzern EADS. Nach eigenen Angaben arbeiten 17 500 Menschen für Eurocopter. 2010 verzeichnete der Hubschrauberhersteller einen Umsatz von 4,8 Milliarden Euro.

dpa

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