Seehofer will sich staatsmännischer geben

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Interims-Bundespräsident Horst Seehofer und der designierte Bundespräsident Joachim Gauck unterhalten sich bei der CDU/CSU-Fraktionssitzung zur 15. Bundesversammlung in Berlin

München - Seine Erfahrungen als Interims-Bundespräsident haben Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nach eigener Aussage geprägt.

„Die vier Wochen haben meine Amtsauffassung durchaus verändert. Ich habe öfter im Kammerton gesprochen, mich herausgehalten“, sagte Seehofer der „Welt am Sonntag“. Das sei geboten gewesen und komme bei den Bürgern an. „Ich will mich in Zukunft stärker auf das Erklären und Erläutern verlegen.“

Seehofer ist nach eigenen Worten ein Stück weit froh, dass er sich nun wieder mehr auf seine politische Arbeit konzentrieren könne. „Das Amt ist neben meinen anderen Ämtern rein zeitlich eine Zusatzbelastung gewesen. Aber es war eine schöne Erfahrung.“ Dazu gehöre auch der Zapfenstreich für Ex-Bundespräsident Christian Wulff. „Vor der Kulisse des Schlosses Bellevue lief bei mir der Film des eigenen Lebens ab.“

dpa

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