Nach Startbahn-Aus: Weg zur Koalition frei

München - Die dritte Startbahn war ein Streitthema zwischen SPD, Grünen und Freien Wählern. Nach dem Münchner Bürgerentscheid rücken die Parteien wieder enger zusammen.

Nach dem Nein der Münchner Bürger zur dritten Startbahn sieht SPD-Spitzenkandidat Christian Ude den Weg zu seiner Wunschkoalition mit Grünen und Freien Wählern geebnet. Zum einen gebe es in dieser Frage nun keine Differenzen mehr zwischen SPD, Grünen und Freien Wählern, sagte Ude am Dienstag in München. Weil die CSU aber weiter am Flughafenausbau festhalte, scheide ein schwarz-grünes Bündnis nach der Landtagswahl 2013 ebenso aus wie eine Koalition der CSU mit den Freien Wählern. „Es ist jetzt aus für Schwarz-Grün. Diese Option ist vom Tisch“, sagte Ude. „Und meine These ist, dass die Option CSU und Freie Wähler auch beseitigt worden ist.“ Denn dass die Freien Wähler in der Frage der dritten Startbahn einknicken könnten, halte er für unvorstellbar, betonte der Münchner Oberbürgermeister.

Ude hatte vor dem Münchner Bürgerentscheid für die dritte Startbahn geworben, die Grünen und die Freien Wähler waren und sind strikt dagegen. Hätte Ude weiter für das Projekt eintreten müssen, wäre dies ein großes Hindernis für die angestrebte Dreierkoalition gewesen. Weil er das Münchner Votum nun aber „ohne Wenn und Aber, ohne jede Hintertür“ akzeptieren will, kann Ude diese Klippe umschiffen. Er halte die Frage der dritten Startbahn für die kommenden Jahre für entschieden, betonte er. Der CSU warf Ude eine „vorsätzliche, nachhaltige Missachtung des Bürgerwillens“ vor.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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