Grüne forcieren Klima-Projekte

So soll Paris in München umgesetzt werden

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Das Kraftwerk München Nord ist Münchens CO2-Quelle Nummer eins.

München - Das in Paris beschlossene Klimaabkommen soll wegweisend sein. Zwei Grüne im Stadtrat planen nun konkrete Umsetzungen in München.

In Paris einigten sich 150 Staaten beim Klimagipfel auf eine Beschränkung des Temperaturanstiegs um nur 1,5 Grad. Doch wie setzt man das vor Ort um? Den Rathaus-Grünen reichen die bisherigen Münchner Bemühungen nicht aus. Sie reichten gestern ein Antragspaket ein mit Vorschlägen zu Minderung des Ausstoßes des Klimakillers Kohlendioxid. Hier die Eckpunkte des grünen Klimaplanes:

Stadtrat Dominik Krause

Bürgerentscheid gegen Tunnel: Die Grünen erwägen derzeit gemeinsam mit Naturschutzverbänden ein Bürgerbegehren gegen die Tunnel-Pläne von Schwarz-Rot an der Landshuter Allee und der Tegernseer Landstraße. Die Millionenbeträge sollen stattdessen klimafreundlich in den Öffentlichen Nahverkehr und den Radwegebau investiert werden.

Gas statt Kohle im Kraftwerk Nord:  Im Heizkraftwerk Nord der SWM in Unterföhring wird nicht nur Müll verbrannt. Auch 800 000 Tonnen Kohle landen jährlich in der Anlage, die alleine 17 Prozent des Münchner CO2-Ausstoßes verursachen. Stadtrat Dominik Krause fordert, die Kohle-Kraftwerksblöcke zunächst optimiert und dann schrittweise herunterzufahren. 50 Prozent der Leistung könne das mit Gas betriebene Heikraftwerk Süd in Sendling übernehmen. Ansonsten solle das Kraftwerk Nord auf Gas umgestellen.

Fraktionsvize Sabine Krieger.

Solar-Offensive auf den Dächern: Auf Münchens Dächern schlummert noch viel Potential für Solarstrom, so Stadträtin Sabine Krieger. Sie will, dass die Stadt bis 2020 auf 40 Prozent ihrer Dächer sowie der ihrer Tochterunternehmen Solarpaneelen montiert. Eine neue Agentur soll sich darum kümmern.

Einwirkung auf Bundespolitik: Die Stadtwerke als größtes Mitglied des Verbandes Kommunaler Unternehmer (VKU) sollen auf diesen einwirken, dass er sich nicht mehr auf Bundesebene für die Förderung von kohlebefeuerten Heizkraftwerken einsetzt.

Ökologische Geldanlagen: Stadt, SWM und Stadtsparkasse sollen in grüne Geldanlagen investieren bzw. solche Investments verstärkt anbieten.

Welte

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