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Satiremagazin quer

Parol-O-Mat: So nimmt der BR die AfD auf die Schippe

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Der „Parol-O-Mat“ von quer sorgt auf Facebook für jede Menge Lacher. Aber eben auch einige traurige Wahrheiten.

Zumindest für kurze Zeit spielte die AfD offenbar mit dem Gedanken, durch automatisierte Kommentare in sozialen Netzwerken Meinung zu beeinflussen. Später distanzierte sie sich. Ein Satire-Magazin im Bayerischen Rundfunk reagiert.

Was hat sich der Wahlkampf in den letzten Jahren nicht verändert: Wurden früher noch ganzseitige Anzeigen in Zeitungen oder Werbespots in Zeitungen geschaltet, gehen die Parteien inzwischen vor allem auch in den sozialen Medien auf Stimmenfang und Meinungsverbreitung. Vor allem im US-Wahlkampf 2016 nutzt der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump den Kurznachrichtendienst Twitter, um seine Parolen und Kommentare in die soziale Welt hinaus zu posaunen. Und bekommt dafür auch gerne mal kreativen Gegenwind von ganz oben.

Dass die sozialen Kanäle umkämpft sind, ist eigentlich kein Wunder, denn auf Facebook, Twitter und Co haben sich weltweit hunderte von Millionen Nutzern registriert und so posten, kommentieren und teilen auch Politiker und Parteien fleißig, um aktuelle Trends nicht zu verpassen. Inzwischen gibt es aber auch automatisierte Kommentare. Sogenannte Social Bots verbreiten vor allem noch in den USA täuschend echte Botschaften auf verschiedensten Wegen. Zwar sollen diese laut einem Wissenschaftler vor allem „Trends verstärken“, doch die Grenze zwischen automatisch generierten Kommentaren und von echten Menschen geschriebenen Parolen ist schwerer greifbar.

Social Bots auch in Deutschland? Die AfD überlegte kurz

In Deutschland wollen die etablierten Parteien bei diesem Trend allerdings noch nicht wirklich mitmachen. Möglicherweise ist ihnen die rechtliche Lage zu unsicher? Einzig die Alternative für Deutschland (AfD) überlegte laut eines Berichts des „Spiegel“ ein wenig konkreter über den Einsatz der Kommentar-Roboter. Es dauerte jedoch nicht lange bis auch die junge Partei diese Stellung noch einmal überdachte und kurz später dementierte.

Das BR-Satiremagazin „quer“ nahm die kurz angedachte Idee der AfD schnell auf und zeigte einmal auf ironische Weise, wie so ein Social Bot der Rechtspopulisten posten könnte. Der auf der Facebook-Seite des Magazins gepostete „Parol-O-Mat“ zeigte spaßeshalber mal einige Sätze, die so von der Petry-Partei kommen könnten. Einige Beispiele gefällig? „Fehlgeleitete Homoehe unterwandert deutsche Sicherheit. Daher: muss weg!“ Oder auch: „Mischrassige Lügenpresse manipuliert deutsche Rentner. Daher: muss weg!“Oder auch: „Fehlgeleitete Merkel ersetzt deutsche Frauen. Daher: muss weg!“

Die Facebook-Follower von quer freuten sich sehr über das Video. Die Kommentare gingen von „Ich lasse mir meine Vorurteile doch nicht von euren Argumenten kaputtmachen!!“ über „Wahlkampf kann so einfach sein.“ bis hin zu auch durchaus kritischen Meinungen zur aktuellen politischen Lage. 

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