Unterbringung von Flüchtlingen

Söder: Asylkosten größtes Haushaltsrisiko

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Die Unterbringung von Flüchtlingen wird den Freistaat wohl mehr Geld kosten als geplant.

München - Die Staatsregierung wird voraussichtlich erheblich mehr Geld für die Unterbringung von Flüchtlingen ausgeben müssen als geplant. Das könnte den Haushalt durcheinander bringen.

„Das größte aktuelle Risiko für den Haushalt sind die steigenden Asylkosten„ sagte Finanzminister Markus Söder (CSU) der Deutschen Presse-Agentur. „Das wird im Herbst wahrscheinlich das Hauptthema bei den Verhandlungen über den Nachtragshaushalt.“

Nach den ursprünglichen Schätzungen Ende 2014 hatte das Finanzministerium von 2014 bis 2016 rund 1,5 Milliarden Euro für die Asylbewerber einkalkuliert. „Es kann sein, dass es von 2014 bis 2016 am Ende zwei Milliarden werden“, sagte Söder.

Über den Winter waren die deutschen Behörden von der Ausreisewelle aus dem Kosovo überrascht worden. Inzwischen ist die Zahl der Asylbewerber aus dem Kosovo stark zurückgegangen. Doch mit der Ankunft des Frühlings im Mittelmeer werden voraussichtlich die Flüchtlingszahlen aus dem nordafrikanischen Raum wieder ansteigen.

dpa

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