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Söder: Scharfe Kritik an EZB

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Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) hat die grundsätzliche Bereitschaft der Europäischen Zentralbank (EZB) zu weiteren Anleihekäufen von Euro-Krisenländern scharf kritisiert. © dpa

Berlin - Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) hat die grundsätzliche Bereitschaft der Europäischen Zentralbank (EZB) zu weiteren Anleihekäufen von Euro-Krisenländern scharf kritisiert.

“Die EZB geht einen gefährlichen Weg. Sie darf sich nicht vom Währungshüter zur Inflationsbank entwickeln“, sagte Söder der “Bild am Sonntag“. Die Märkte würden auf Dauer nicht akzeptieren, dass einzelne Staaten zwar kurzfristig Geld bekämen, aber kaum Reformen umsetzten. “Die EZB darf nicht durch die Hintertüre das tun, was wir bei Eurobonds verhindert haben: Nämlich eine Vergemeinschaftung von alten und neuen Schulden, für die am Ende wieder nur die Deutschen aufkommen“, warnte Söder.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte am Donnerstag Anleihekäufe bei Staaten wie Italien oder Spanien für einen späteren Zeitpunkt in Aussicht gestellt, sofern diese europäische Finanzhilfen beantragen.

dpa

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