Söder will alle fünf bayerischen AKW abschalten

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Isar I ist derzeit schon abgeschaltet und soll nicht wieder ans Netz gehen.

München - Zuerst soll Isar I vom Netz gehen, zum Schluss dann Isar II. Bis 2020 will Bayerns Umweltminister alle fünf Atomkraftwerke des Freitstaats abschalten. Das sind nur einige Details aus Söders Energiekonzept.

Der Atomausstieg in Bayern soll an der niederbayerischen Isar beginnen und dort auch enden: Das Energiekonzept von Umweltminister Markus Söder (CSU) sieht vor, Isar I bei Landshut als erstes und das benachbarte Isar II im Jahr 2020 als letztes der fünf bayerischen Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen.

Neue Gaskraftwerke für die Stromversorgung

Isar I ist derzeit ohnehin abgeschaltet und soll auch nicht mehr in Betrieb gehen. Die übrigen baerischen Meiler sollen 2014, 2015 und 2016 vom Netz genommen werden, wie am Dienstag aus informierten Kreisen verlautete. Die Grundlastversorgung soll durch den Bau neuer Gaskraftwerke gesichert werden, die bis 2020 etwa ein Drittel der bayerischen Stromversorgung beisteuern sollen.

Der Anteil der erneuerbaren Energien soll von derzeit 25 auf 50 Prozent verdoppelt werden. Isar I ist das älteste, das 1988 ans Netz gegangene Isar II dagegen das modernste und leistungsstärkste Atomkraftwerk im Freistaat. Söders Pläne sind ein reines CSU-Konzept. Es steht in Konkurrenz zum Ausstiegsplan der bayerischen schwarz-gelben Staatsregierung und wird auch in der Berliner CSU-Landesgruppe und der CSU-Landtagsfraktion skeptisch beurteilt. Für das Regierungskonzept ist federführend Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) zuständig. Zeil will seine Vorschläge noch im Mai vorlegen.´

dpa/lby

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