Söder: Sicherheitsabstand zu Genpflanzen

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Bayerns Umweltminister Markus Söder ( CSU).

München - Bayerns Umweltminister Söder will Bienen und Honig-essenden Menschen jegliche Gentechnik vom Leib halten. Deshalb fordert er jetzt drei Kilometer Abstand zwischen Gentechnik-Pflanzen und Bienenstöcken.

Nach dem Gen-Honig-Urteil des Europäischen Gerichtshofs fordert Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) einen Drei-Kilometer-Sicherheitsabstand zwischen Gentechnik-Feldern und Bienenstöcken. Wenn möglich will Söder dies bundesweit durchsetzen, wie er am Freitag in München ankündigte. Andernfalls will er eine eigene bayerische Regelung erlassen - dazu aber müsste der Bund den Bundesländern erst eine entsprechende Erlaubnis erteilen. Die Bundesregierung müsse hier rasch für Klarheit sorgen, forderte Söder.

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Dienstag müssen Lebensmittel, wie etwa Honig, die auch nur geringste Rückstände wie Pollen von Genpflanzen enthalten, vorher geprüft und zugelassen werden. Sonst dürfe die Ware nicht in den Handel gelangen, urteilte der EuGH. Dies sei unabhängig von der Menge an Gen-Spuren in dem Produkt. Im konkreten Fall war es um Honig aus Bayern gegangen, der Pollen des gentechnisch veränderten Maises vom Typ MON 810 enthielt.

Grundsätzlich dringt Söder darauf, dass die Bundesländer selbst entscheiden dürfen, ob sie gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen wollen oder nicht. Ein entsprechender Vorschlag der EU liege vor und müsse nun endlich von der Bundesregierung gebilligt werden. “Wir wollen selber entscheiden, was auf bayerischen Äckern und bayerischen Feldern angebaut wird“, betonte der Minister. Er verwies aber auch darauf, dass der Freistaat bereits seit 2010 gentechnikanbaufrei sei.

Söder berichtete, dass Import-Honig in Bayern seit dem EuGH-Urteil nun verstärkt kontrolliert wird - der Honig stamme zu einem großen Teil aus Ländern in Südamerika, aus Kanada oder China. Zugleich appellierte Söder an Hersteller und Händler, den Honig eindeutig zu kennzeichnen. Die Verbraucher wollten “Klarheit und Transparenz“.

dpa

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