Athen: Jetzt soll die Linke die Regierung bilden

Athen - In Athen dauert die politische Krise an. Nachdem die Konservativen mit der Regierungsbildung gescheitert sind, dürfen nun die Radikalen Linken dran.

Einen Tag nachdem der Chef der Konservativen, Antonis Samaras, das Mandat zur Sondierung der Möglichkeiten einer Koalitionsregierung niedergelegt hatte, kommen die Radikalen Linken dran. Der Präsident der Republik, Karolos Papoulias, wollte am frühen Nachmittag (13.00 MESZ) dem Chef des Bündnisses der Radikalen Linken (Syriza), Alexis Tsipras, das Sondierungsmandat geben. Dieses gilt gemäß der griechischen Verfassung für drei Tage.

Die Radikalen Linken, eine klassische Protestpartei, waren überraschend als zweite Kraft aus den Parlamentswahlen herausgekommen. Ihre These ist: Griechenland bleibt im Euroland. Es zahlt aber seine Schulden nicht. Eine Rechnung ohne den Wirt, sagen Beobachter in Athen.

Die Radikalen Linken haben 52 Sitze im Parlament. Selbst wenn sie das zersplitterte Linke politische Lager vereinigen würden, würden sie auf 97 Sitze kommen und damit bei weitem die nötige Mehrheit von 151 Mandate im 300-Sitze-Parlament verfehlen. Die Kommunisten (KKE) haben bereits angekündigt, sie wollten nicht mit den Radikalen Linken reden.

dpa

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