SPD-Chef Gabriel: Neuwahlen "Ja" - Große Koalition "Nein" 

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Noch mal mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU, links) regieren? Dazu sagt SPD-Chef Sigmar Gabriel: “Ganz klar: Wir wollen keine neue große Koalition.“

Berlin - Angesichts der desaströse Umfrage-Werte für Union und FDP hat sich SPD-Chef Sigmar Gabriel für Neuwahlen ausgesprochen.

“Sicher wären Neuwahlen gut“, erklärte er in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der SPD-Zeitung “vorwärts“. “Weil wir dann mit einer veränderten Mehrheit zeigen würden, dass wir es besser können.“ Zugleich stellte Gabriel klar, dass es auf Bundesebene keine neue große Koalition seiner Partei mit CDU und CSU geben werde: “Ganz klar: Wir wollen keine neue große Koalition.“ “Wir könnten die Regierung übernehmen, auch von heute auf morgen“, sagte Gabriel. “Aber ich fürchte, dazu wird es nicht kommen. Schwarz-Gelb wird die nächsten dreieinhalb Jahre weiterwurschteln.“

So lief es ab: Das letzte Mal Rot-Schwarz

Die leeren Plätze von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD, l.) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor der letzten gemeinsamen Kabinettssitzung.   © ap
Gleich geht es los: Der Kabinettstisch wartet auf die Politiker. © ap
Da schreiten sie zur Tat: Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier. © dpa
Nehmen zum letzten Mal nebeneinander Platz: Merkel und Steinmeier. © ap
Die Kanzlerin sieht definitiv lockerer aus als der Außenminister. © dpa
Die Kabinettsmitglieder vor ihrer letzten gemeinsamen Sitzung. © ap
Ist bald nicht mehr Bundesumweltminister, wird dafür aber SPD-Parteivorsitzender: Sigmar Gabriel. © ap
Verstehen sich menschlich sehr gut, politisch waren sie jedoch nicht immer einer Meinung: Wirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU, l.) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD). © ap
Steinmeiers Akte: Sie lag zumindest für die kommenden vier Jahre zum letzten Mal auf dem Kabinettstisch. © ap
Steinmeier schaut nicht sehr fröhlich, Merkel eher schon. © ap
Die Kanzlerin mit Bundeskanzleramtschef Thomas de Maiziere. © ap
Gehen in Zukunft wieder getrennte Wege: Merkel und Steinmeier. © ap
Muss seinen Platz räumen: Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD). © ap
Zu Guttenberg hat gut lachen: Er wird voraussichtlich auch nächste Regierungsperiode am Kabinettstisch sitzen. © ap
Der scheidende Finanzminister Peer Steinbrück... © ap
... steht jetzt in Finanzkreisen als neuer Chef der Europäischen Zentralbank im Gespräch. © dpa
Steinbrück und zu Guttenberg im Gespräch. © dpa
Wird sie Familienministerin bleiben? Ursula von der Leyen (CDU, r.) im Gespräch mit Kanzlerin Merkel. © dpa
Hier gehts lang: Merkel gibt die Richtung an. © dpa
Im Gespräch: Merkel und Steinmeier. © dpa
Ein letzter Blick zurück: Finanzminister Steinbrück. © 
Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU, l.) und Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) unterhalten sich. © dpa
Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU): Wird er sein Amt behalten? © dpa
Gehen künftig wieder getrennte Wege: Merkel und Steinmeier. © ap
Zeit zu gehen: Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. © ap

Harte Kritik übte Gabriel an der schwarz-gelben Regierungskoalition. “Merkel, Westerwelle und Seehofer kümmern sich immer nur darum, was für ihre Partei gut ist. Aber keiner überlegt, was für das Land gut ist.“ Als Beispiel dafür nannte der SPD-Chef die Wahl des Bundespräsidenten. Schwarz-Gelb mache “aus der Bundesversammlung eine Parteitagsdelegiertenkonferenz“, das sei “ein großer Fehler“. Gabriel sagte weiter: “Bei Frau Merkel heißt es wie immer: erst die Partei, dann das Land.“

apn

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