SPD-Innenexperte: Einigung auf Bodycams bei Bundespolizei

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Bundespolizistin Julia S. rückt am Hauptbahnhof in München ihre mobile Körperkamera zurecht. Foto: Matthias Balk/Archiv

Düsseldorf (dpa) - Union und SPD haben sich nach Informationen der "Rheinischen Post" darauf verständigt, die Bundespolizei künftig mit sogenannten Bodycams auszustatten. Dabei handelt es sich um kleine Kameras, die an den Uniformen befestigt sind.

"Bodycams können bei der Aufklärung von Übergriffen oder bei der Deeskalation bestimmter Situationen helfen", sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Burkhard Lischka, der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe).

Beim Einsatz von Bodycams auf Länderebene seien positive Erfahrungen gesammelt worden, zitierte ihn die in Düsseldorf erscheinende Zeitung. So habe etwa die Zahl der Übergriffe auf Polizisten deutlich abgenommen. Deshalb sei sich die Große Koalition einig, dass die Ausrüstung der Bundespolizisten mit Bodycams sinnvoll sei.

Im vergangenen Jahr hatte Rheinland-Pfalz als zweites Land nach Hessen die Minikameras eingeführt. Nach damaligen Angaben aus Mainz erwägt die Mehrheit der Bundesländer den Einsatz von Bodycams bei ihren Polizeibehörden. Einige Datenschützer hegten Bedenken.

Bericht RP Online

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