"Spiegel"-Bericht

CIA hatte Direktzugriff auf deutsche Telekommunikation

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CIA-Hauptquartier in Langley: Der US-Geheimdienst hatte laut "Spiegel" direkten Zugriff auf Telekommunikationsdaten aus Deutschland.

Berlin - Der US-Geheimdienst CIA hatte laut dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in einer Geheimoperation mit dem Bundesnachrichtendienst (BND) direkten Zugriff auf Telekommunikationsdaten aus Deutschland.

In der Operation Glotaic seien zwischen 2004 und 2006 Telefon- und Faxverkehre des US-Anbieters MCI an dessen deutschem Standort Hilden überwacht worden, so der "Spiegel". Dabei seien die Audiodaten abgehörter Gespräche "direkt nach USA geroutet" worden, zitiert das Magazin aus einem BND-Papier.

Dies stehe im Widerspruch zu Aussagen von BND-Mitarbeitern im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags, alle Gespräche seien vom BND gefiltert und geprüft worden.

Demonstranten legen neue BND-Zentrale „an die Kette“

Aus Protest gegen Massenüberwachung haben etwa 150 Demonstranten die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Berlin an eine symbolische Menschenkette gelegt. Sie forderten die Bundesregierung am Samstag auf, die Skandale um den BND aufzuklären und Verstöße von Geheimdiensten gegen das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung sowie die Achtung der Privatsphäre vollständig einzustellen und zu ahnden. Zu den Initiatoren der Aktion gehörten unter anderem die Internationale Liga für Menschenrechte, Amnesty International und Reporter ohne Grenzen.

Am kommenden Donnerstag kommt der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Das Gremium soll Ausmaß und Hintergrund der Ausspähungen durch ausländische Geheimdienste in Deutschland aufklären. Der BND soll dem US-Geheimdienst NSA über Jahre geholfen haben, europäische Unternehmen und Politiker auszuforschen.

dpa

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