Verhafteter Mann äußert sich

Spion des BND kommt aus Bayern

Karlsruhe - Ein BND-Mitarbeiter wurde verhaftet, weil er Dokumente an US-Geheimdienste weitergegeben haben soll. Jetzt hat sich der Spion, der aus Bayern kommt, zu den Vorwürfen geäußert.

Es sei ihm wichtig gewesen, mit den Behörden zu kooperieren, sagte sein Rechtsanwalt Klaus Schroth am Montag dem Sender SWRinfo. Der Mann komme aus dem Großraum München, er sei dort auch festgenommen worden. Er selbst habe seinen Mandanten erstmals in Karlsruhe bei der Bundesanwaltschaft gesehen.

Zu den mutmaßlichen Vorwürfen will der Karlsruher Anwalt derzeit keine Details nennen. „Es werden noch Vernehmungen notwendigen sein, aber es steht Einiges in den Medien, das so richtig ist“, sagte Schroth dem Sender. Zu der Dimension des Falles könne er noch nichts sagen.

Vergangene Woche war ein BND-Mitarbeiter festgenommen worden, der innerhalb von zwei Jahren 218 Dokumente an US-Geheimdienste verkauft haben soll. Generalbundesanwalt Harald Range sprach am Samstag in der ARD-„Tagesschau“ von „umfangreichen Durchsuchungen“. Die Bundesregierung will sich nicht zu den Einzelheiten äußern, solange der Generalbundesanwalt ermittelt. Auch die US-Regierung schweigt.

dpa

Die Geschichte der CIA

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