Stichwahl in Afghanistan

Taliban schneiden Wählern die Finger ab

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Bei Anschlägen, Angriffen und Gefechten sind am Tag der Stichwahl für das Präsidentenamt in Afghanistan nach offiziellen Angaben mindestens 66 Menschen ums Leben gekommen.

Kabul - Bei Anschlägen, Angriffen und Gefechten sind am Tag der Stichwahl für das Präsidentenamt in Afghanistan nach offiziellen Angaben mindestens 66 Menschen ums Leben gekommen.

Vize-Innenminister Mohammad Ajub Salangi sagte am Samstagabend, bei den Toten handele es sich um 20 Zivilisten, 15 Soldaten, 11 Polizisten und 1 Mitarbeiter der Wahlkommission. Sicherheitskräfte töteten demnach außerdem 19 Taliban-Kämpfer. Unter den getöteten Zivilisten waren fünf Kinder, die beim Einschlag einer Rakete in ein Wohnhaus starben. Insgesamt zählte das Ministerium am Wahltag 150 Anschläge und Angriffe in Afghanistan.

Taliban haben elf Wählern Finger abgeschnitten

Nach der Stichwahl in Afghanistan haben Taliban-Kämpfer laut Innenministerium elf Wählern deren mit Tinte markierten Finger abgeschnitten. Die Opfer seien in der westafghanischen Provinz Herat ins Krankenhaus gebracht worden, teilte Vize-Innenminister Mohammad Ajub Salangi am Samstagabend über Twitter mit. Bei Wahlen in Afghanistan wird ein Zeigefinger des Wählers mit nicht abwaschbarer Tinte markiert, um eine mehrfache Stimmabgabe zu verhindern. Damit wird allerdings auch für die Taliban ersichtlich, wer deren Aufruf zum Wahlboykott missachtet hat. Die Taliban hatten Afghanen mit dem Tode bedroht, sollten sie wählen gehen.

dpa

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