Streiks in Griechenland gegen Sparpaket

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Wütende Proteste am Donnerstag in Athen gegen ein neues Sparprogramm.

Athen - Vor Beginn des EU-Gipfels haben in Griechenland Tausende Menschen mit Streiks und Demonstrationen gegen ein neues Sparprogramm protestiert.

In Athen und anderen Städten des Landes demonstrierten Menschen gegen die geplanten Einschnitte in Höhe von 13,5 Milliarden Euro. „Wir verelenden“, skandierten Mitglieder der Kommunistischen Gewerkschaft „Pame“.

Im ganzen Land blieben Ministerien, Schulen und zahlreiche Behörden geschlossen. Ärzte behandeln nur Notfälle. Auch der Flug-, Schiffs- und Eisenbahnverkehr ist von den Arbeitsniederlegungen betroffen. Die Demonstrationen verliefen zunächst friedlich. Die Polizei zog starke Einheiten im Zentrum Athens zusammen, wie das Staatsfernsehen berichtete.

Zu den Streiks hatten die Gewerkschaftsdachverbände des privaten und öffentlichen Sektors sowie die Verbände der Händler aufgerufen. Wegen einer dreistündigen Arbeitsniederlegung der Fluglotsen annullierten Fluglinien zahlreiche Inlandsflüge. Andere Flüge begannen mit erheblichen Verzögerungen.

Keine Fähre lief zu den Ägäisinseln aus, wie das staatliche Fernsehen berichtete. Auch die Eisenbahnen werden bestreikt. Auch die Taxifahrer zogen für neun Stunden die Handbremse. Zahlreiche Museen und antike Stätten blieben geschlossen.

Das neue griechische Sparpaket soll nach Informationen aus Regierungskreisen und der Geldgeber unter Dach und Fach sein. Die Gewerkschaften rechnen mit weiteren Kürzungen von Löhnen zwischen 6 und 20 Prozent.

dpa

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