Streit bei Freien Wählern: Bundesjustiziar wirft hin

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Der Spitzenkandidat der Freien Wähler, Bernd Richter, schmeißt hin 

München - Bei den Freien Wählern brodelt es. Nach Cordula Breitenfeller wirft mit Justiziar Bernd Richter das zweite Vorstandsmitglied das Handtuch. Die Vorwürfe gelten vor allem Hubert Aiwanger.

Der Streit bei den Freien Wählern geht weiter: Nach Bundesgeschäftsführerin Cordula Breitenfellner wirft nun ein weiteres Mitglied des Bundesvorstandes hin: Justiziar Bernd Richter. Er forderte am Sonntag außerdem den Rücktritt des Bundesvorsitzenden Hubert Aiwanger. Aiwanger wies dies zurück.

Breitenfeller sei wegen fehlender Unterstützung durch Aiwanger zurückgetreten, erklärte Richter, der auch saarländischer Landesvorsitzender ist. Sie habe mehrfach die unsolide Haushaltsführung einzelner Landesverbände kritisiert und das konsequente Einschreiten des Bundesvorsitzenden gefordert. Dies sei jedoch nicht erfolgt.

Richter warf Aiwanger „desolates Krisenmanagement" vor

Richter warf Aiwanger zudem „desolates Krisenmanagement“, „fehlende Führungskompetenz“ und „Charakterlosigkeit“ vor. Wer mit „unter die Gürtellinie gehenden persönlichen Angriffen gegenüber anderen Vorstandsmitgliedern“ agiere, sei nicht länger tragbar. Für Richter fehlt inzwischen „die Basis für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit“, wie er der Nachrichtenagentur dpa sagte. Darum wolle er sich aus dem Bundesvorstand zurückziehen, seine Ämter auf Landesebene will er behalten.

Aiwanger betonte, er sehe keinerlei Grund, zurückzutreten. Vielmehr nannte er Richters Rückzug „folgerichtig“. „Dieser Rücktritt war zu erwarten.“ Richter habe intern einen anderen Kurs fahren wollen als er selbst, erklärte Aiwanger und betonte: „Bezüglich des politischen Umgangs miteinander habe ich mir nichts vorzuwerfen.“

Aiwanger kündigte zudem an, dass es nach Breitenfellners Rückzug zum 31. März umgehend eine Nachfolgeregelung geben wird. „Die neuen Leute sind schon da. Ab Anfang April haben wir einen neuen Kassierer und Schatzmeister.“ Das Ganze werde nun auch „breiter aufgestellt“.

dpa

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