Darf "Bild" sie "durchgeknallte Frau" nennen?

Neue Runde im Streit um Paulis Latex-Fotos

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Die Landtags-Abgeordnete Gabriele Pauli (ehemals CSU und Freie Wähler) sitzt im Oberlandesgericht in München mit ihrem Rechtsanwalt Klaus Rehbock beim Revisionsprozess in zwei Rechtsstreits zwischen bild.de sowie dem Bayerischen Rundfunk.

München - Die Fotos der bayerischen Politikerin Gabriele Pauli mit Latex-Handschuhen beschäftigen weiter die Justiz. Der Streit ging am Dienstag vor dem Oberlandesgericht München in eine neue Runde.

Die 55-jährige ehemalige Fürther Landrätin erschien selbst zu der Berufungsverhandlung. Sie habe die Veröffentlichung der Bilder, die für das Gesellschaftsmagazin „Park Avenue“ aufgenommen worden waren, so nicht gewollt, sagte die heutige fraktionslose Landtaabgeordnete. „Aufgrund dieses Artikels, den ich in dieser Weise nie wollte, ist soviel losgetreten worden an Schmähungen, Beleidigungen.“ Irgendwann müsse das einmal gestoppt werden.

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In der Verhandlung ging es um einen Onlinebeitrag von „Bild.de“, in dem die Politikerin unter anderem als „durchgeknallte Frau“ bezeichnet wurde. Das Landgericht hatte darin eine unzulässige Schmähkritik gesehen, jedoch Paulis Forderung nach eine Entschädigung von 5000 Euro zurückgewiesen (Az.: 8 O 5139/11).

Die Aussage sei ehrverletzend, sagte die Vorsitzende Richterin Eva Spangler am Dienstag. Der Autor habe den Satz aber vor dem Hintergrund geschrieben, dass Pauli damals viele Karrierechancen hatte und somit sich die Frage gestellt habe, „wie man sowas machen kann“. Der Anwalt des Axel-Springer-Verlags, Ulrich Amelung, sagte, die Aussagen seien kritisch und scharf, aber zulässig.

dpa

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