Karlsruher CDU-Parteitag

Strobl rechnet mit Mappus ab

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Thomas Strobl, Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg

Karlsruhe - Baden-Württembergs CDU-Vorsitzender Thomas Strobl hat bei einem Landesparteitag schonungslos mit dem früheren Ministerpräsident Stefan Mappus abgerechnet.

Es sei der Eindruck aufgekommen, dass Mappus beim EnBW-Deal dem Investmentbanker Dirk Notheis die Kontrolle überlassen habe. "Damit ist ein Schaden für die Glaubwürdigkeit der Politik und der CDU entstanden", sagte der Parteichef am Samstag vor 350 Delegierten in Karlsruhe. "Es muss das Primat der Politik gelten." Der E-Mail-Verkehr zwischen Mappus und Notheis zum Kauf der Anteile an dem Energieversorger mache ihn "fassungslos und fasst mich an".

Nun stehe auch noch der "ungeheuerliche Vorwurf" im Raum, Mappus habe wissentlich einen überhöhten Kaufpreis akzeptiert. Er könne dies nicht beurteilen, dafür seien nun die Gerichte zuständig. "Deshalb sollten wir Stefan Mappus nicht vorverurteilen", sagte Strobl. Dafür erhielt er in seiner Rede erstmals größeren Applaus. Wahr sei aber auch, dass der Staatsgerichtshof die Umgehung des Parlaments gerügt habe. Zudem habe der Rechnungshof erklärt, Mappus hätte den Kaufpreis besser prüfen müssen. "Wir sollten nicht der Versuchung erliegen, zu verteidigen, was nach jetzigem Kenntnisstand nicht zu verteidigen ist."

dpa

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