Schrecklicher Unfall: Mann wird von U-Bahn mitgeschleift und stirbt

Schrecklicher Unfall: Mann wird von U-Bahn mitgeschleift und stirbt

Verzweiflung und Welle der Solidarität

Wo ist Lola?: Twitter-Hilferufe nach Anschlägen

Paris - Nach der Anschlagsserie in Paris haben Twitter und Facebook in der Nacht zum Samstag eine wichtige Rolle für verzweifelte Angehörige gespielt.

Ticker zur Terrorserie in Paris

"Alarm! Wenn jemand etwas hört von Lola, 17 Jahre, heute Abend im #Bataclan, nehmen Sie Kontakt mit uns auf", schrieb ein Nutzer über den Kurzbotschaftendienst Twitter.

Offensichtlich wird noch eine weitere junge Frau diesen Namens vermisst - denn Freunde und Verwandte twitterten auch Fotos einer 29-jährigen Lola. Eine Nutzerin schrieb gegen 8 Uhr: "Lola war im Bataclan. Ihre Familie hat immer noch keine Neuigkeiten."

Ein anderer gab bekannt: "Ich suche meine kleine Schwester Soad." Denn in den chaotischen Stunden nach den Anschlägen mit mindestens 120 Toten und 200 Verletzten in der französischen Hauptstadt konnten viele ihre Freunde oder Verwandten zunächst nicht erreichen.

Mit Fotos als Unterstützung suchten daher viele über Twitter nach ihren Angehörigen, die sich an einem der Anschlagsorte wie dem Fußballstadion Stade de France, in einem der Restaurants oder in dem Konzertsaal Bataclan aufgehalten hatten, in dem allein mindestens hundert Menschen getötet wurden.

Gleichzeitig gab es unter dem Hashtag #PorteOuverte (#OffeneTür) eine Welle der Solidarität mit den Menschen, die wegen der Anschläge nicht nach Hause konnten oder keine Bleibe hatten. Tausende Bewohner von Paris boten ihre Wohnungen für völlig Unbekannte über Twitter an. In der Nacht gab es binnen weniger Stunden 480.000 Tweets dazu.

Die Nutzer tauschten über die sozialen Netzwerke auch Ratschläge aus, wie mit der Krisensituation umzugehen sei. "Wenn ihr nicht wisst, wohin, das Rathaus im 11. Arrondissement ist offen", hieß es in einer Botschaft. Viele nutzten auch das Schlüsselwort "Noussommestousunis" (Wir sind alle geeint), um ihre Solidarität mit den Menschen in Paris zum Ausdruck zu bringen.

Nach den Anschlägen im Januar auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" hatte sich das Schlüsselwort "Je suis Charlie" (Ich bin Charlie) weltweit verbreitet und wurde zu einem Symbol für die Solidarität mit Frankreich und den Anschlagsopfern.

Terror in Paris: News-Ticker und die wichtigsten Fakten

Das Wichtigste im Überblick: Wir haben bereits einen Artikel mit den wichtigsten Fakten zum Terror in Paris. Die aktuellen Enwicklungen finden Sie im News-Ticker zum Terror in Paris.

AFP/tz

Rubriklistenbild: © Twitter

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

AfD-Politiker wünscht sich islamistische Anschläge in Deutschland
AfD-Politiker wünscht sich islamistische Anschläge in Deutschland
SPD-Parteizentrale evakuiert - Polizei gibt Entwarnung
SPD-Parteizentrale evakuiert - Polizei gibt Entwarnung
Serdar Somuncu gegen den IS: „Was muss das für ein elender Gott sein“
Serdar Somuncu gegen den IS: „Was muss das für ein elender Gott sein“
Hilfsorganisation: In Kabul getötete Deutsche war sehr erfahren
Hilfsorganisation: In Kabul getötete Deutsche war sehr erfahren

Kommentare