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Südkorea: Schießübungen auf grenznaher Insel

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Südkoreanische Streitkräfte haben Schießübungen nahe der Grenze veranstaltet.

Seoul - Mit Unterstützung der USA haben Südkoreas Streitkräfte erneut Schießübungen nahe der umstrittenen innerkoreanischen Seegrenze im Gelben Meer veranstaltet.

Nach Militärangaben fanden die Artillerieübungen am Dienstag auf der Insel Yonpyong statt, die im vergangenen November von der nordkoreanischen Küstenartillerie beschossen worden war.

Schießübungen gab es auch auf der Insel Baengnyong. Sie hätten etwa drei Stunden gedauert. Zwischenfälle gab es nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Seoul nicht. Die Routineübung habe dazu gedient, „die Kampffähigkeit zu erhöhen und die Entschlossenheit der Allianz zwischen Südkorea und den USA zu demonstrieren“, hieß es in einer Mitteilung der US-Streitkräfte in Südkorea.

Zudem habe die militärische Waffenstillstandskommission des UN-Kommandos in Südkorea eine Gruppe von Beobachtern aus Australien, Kanada, Dänemark und Neuseeland geschickt. Sie sollten kontrollieren, dass die Übungen gemäß dem Waffenstillstandsvertrag von 1953 durchgeführt werden.

Es waren die dritten Schießübungen auf Yonpyong seit dem Beschuss der Insel. Bei dem Angriff waren damals vier Menschen getötet worden. Die Spannungen zwischen beiden koreanischen Staaten hatten sich dadurch deutlich verschärft. Die Volksarmee des kommunistischen Nordkoreas hatte mehrfach mit Militärschlägen gedroht, sollte die Grenze zu den eigenen Hoheitsgewässern verletzt werden. Die verfeindeten Staaten auf der koreanischen Halbinsel befinden sich seit dem Korea-Krieg (1950-53) völkerrechtlich noch immer im Kriegszustand.

dpa

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