Tafel-Chef Brühl mahnt: "Lage ist zur Zeit sehr angespannt"

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Ein Flüchtling vor der Lebensmittelausgabe einer Tafel in NRW. Tafel-Helfer sprechen von Verteilungskämpfen unter den Bedürftigen. Foto: Oliver Berg/Illustration

Berlin (dpa) - Der Flüchtlingsandrang hat die Situation an den Tafeln in Deutschland extrem verschärft. Die Zahl der Bedürftigen ist innerhalb weniger Monate von einer Million um 150 000 weitere Menschen gestiegen, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Deutsche Tafel, Jochen Brühl, der Deutschen Presse-Agentur.

In manchen Städten würden nun sogar doppelt so viele Menschen für kostenlose Lebensmittel Schlange stehen. "Die Lage ist zur Zeit sehr angespannt. Mehrere Tafeln mussten Aufnahmestopps verhängen, da sie keine weiteren Menschen unterstützen können", sagte Brühl. Besonders betroffen sei Nordrhein-Westfalen.

Der Tafel-Chef mahnte, die freiwilligen Leistungen der 60 000 Helfer dürfe nicht als selbstverständlich erachtet werden. "Die Versorgung von Bedürftigen ist Aufgabe des Staates", betonte Brühl. "Auf diese Leistungen darf sich die Bundesregierung nicht verlassen." Die Tafeln in Deutschland feiern am Dienstag ihr 20-jähriges Bestehen.

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