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Pelosis Flugzeug abschießen wäre für Russland „gut“ gewesen, sagt Putin-Verbündeter

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Von: Jan-Frederik Wendt

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Taiwan-China-Konflikt: Ein Putin-Hardliner sprach sich für einen Abschuss von Pelosis Flugzeug aus (Symbolfoto).
Taiwan-China-Konflikt: Ein Putin-Hardliner sprach sich für einen Abschuss von Pelosis Flugzeug aus (Symbolfoto). © Wang Guosong/dpa

Pelosis Taiwan-Besuch hat die Spannungen zwischen China und den USA verschärft. Ein Putin-Verbündeter wollte den Konflik total eskalieren lassen.

Moskau - Laut Aleksey Zhuravlyov wäre es „gut“ für Russland gewesen, wenn China das Flugzeug mit der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, wegen ihres Taiwan-Besuchs abgeschossen hätte. Das sagte der Verbündete von Präsident Wladimir Putin im russischen Fernsehen, wie newsweek.com berichtet.

Zhuravlyov ist Mitglied der russischen Staatsduma und Vorsitzender der nationalistischen Rodina-Partei, die Putin unterstützt. „Es wäre wichtig für uns, wenn dieses Flugzeug entweder abgefangen oder abgeschossen würde“, sagte Zhuravlyov laut newsweek.com über Pelosis Flugzeug. Das käme einer „zweiten Front“ für Russland gleich, welche der russische Politiker guthieße. Egal wie sich der Taiwan-China-Konflikt entwickele: „Wir werden auf jeden Fall gewinnen“, sagte Zhuravlyov laut der britischen Tageszeitung Daily Mirror. Die ganze Welt verstehe, dass sich nur Russland den USA widersetzen könne.

China hatte Pelosis Taiwan-Besuch verurteilt

Pelosi war die ranghöchste US-Mandatsträgerin, die Taiwan seit einem Vierteljahrhundert besuchte. China hatte diesen Schritt scharf verurteilt und wiederholt mit „Konsequenzen“ für die USA gedroht. Als Pelosi ihre Reise trotz Warnungen antrat, kündige China „gezielte“ militärische Maßnahmen als Reaktion an. US-Außenminister Antony Blinken warf China vor, mit den Raketentests und Militärübungen den Status quo in der Meerenge der Taiwanstraße ändern zu wollen. Pelosi landete am Dienstag auf der Insel und reiste am Mittwoch (3. August) wieder ab.

Die kommunistische Führung in Peking lehnt solche offiziellen Kontakte zu Taiwan ab, weil sie die Insel für sich beansprucht. China sieht das selbst regierte Taiwan als Teil der Volksrepublik an und droht mit einer Eroberung. Die 23 Millionen Taiwanerinnen und Taiwaner hingegen verstehen sich als unabhängig.

Pelosi betonte am Dienstag (2. August), dass ihr Besuch „in keiner Weise im Widerspruch zur langjährigen Politik der Vereinigten Staaten“ in Bezug auf Taiwan stehe. Russland hat Pelosis Taiwan-Besuch verurteilt und China angesichts der zunehmenden Spannungen mit den USA seine Unterstützung zugesagt. Mittlerweile hat China Sanktionen gegen Pelosi verhängt. (Jan Wendt)

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