CDU-Generalsekretär

Tauber schockt "blanker Hass" von Islam-Feinden

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CDU-Generalsekretär Peter Tauber.

Berlin - CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat sich nach der Integrationskonferenz seiner Partei über feindselige Reaktionen in den sozialen Netzwerken beklagt.

"Mir ist in manchen Beiträgen blanker Hass entgegengetreten, den ich in dieser Form noch nie erlebt hatte", sagte Tauber der "Welt" vom Donnerstag. "Diejenigen, die im Netz so massiv reagieren, erreicht man nicht mehr mit rationalen Argumenten." Die Vorstellung, dass ein Moslem Deutscher sein könne, sei manchen offenbar nicht nahezubringen.

Tauber will die CDU stärker für Einwanderer öffnen. In der vergangenen Woche hatte er deshalb CDU-Mitglieder und -Sympathisanten mit Migrationshintergrund zu einer Konferenz in die CDU-Zentrale in Berlin geladen. Auch Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach vor den Anwesenden.

Der CDU-Generalsekretär wies die offenbar massive Kritik in den sozialen Netzwerken zurück. "Christsein bedeutet, offen auf Menschen zuzugehen", sagte Tauber der "Welt". "Chauvinistisch-nationalistische Abgrenzung kann niemals christlich sein."

In den Reaktionen sieht Tauber auch den Versuch rechter Gruppierungen, die CDU in eine linke Ecke zu drängen. Seine Vaterlandsliebe lasse er sich aber von niemandem absprechen: "Mein persönlicher Zugang zur CDU war ein patriotischer. Schwarz-Rot-Gold sind für mich keine beliebigen Farben." Patriotismus schließe jedoch Zuwanderer nicht aus. Für Zuwanderer, die sich in der CDU engagierten, müsste aber eine Absage an den extremistischen Islam selbstverständlich sein, fügte er hinzu. "Wir verlangen von jedem Moslem, sich klar von den Salafisten abzugrenzen und zu Deutschland zu bekennen."

afp

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