Missbrauchsbeauftragter: Tausende melden sich

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Der Beauftragte Johannes-Wilhelm Rörig hat bislang ein positives Feedback bekommen.

Berlin - Tausende Opfer von sexueller Gewalt haben sich innerhalb von zwei Jahren an den unabhängigen Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung gewandt.

Seit dem Start einer telefonischen Anlaufstelle im Mai 2010 wurden rund 13 000 Telefongespräche geführt, wie die Geschäftsstelle des Beauftragten für sexuellen Kindesmissbrauch am Samstag mitteilte. 3500 Briefe gingen ein. Betroffene und Angehörige können auf diesem Weg Forderungen an die Politik loswerden oder Hilfe finden.

“Für viele Betroffene ist die telefonische Anlaufstelle ein wichtiger Anker, um sich erstmals einem anderen Menschen anzuvertrauen oder im Dschungel der gesetzlichen Hilfen eine erste Orientierung zu finden“, sagte der Beauftragte Johannes-Wilhelm Rörig. Er war im Dezember 2011 Christine Bergmann gefolgt.

Die Bundesregierung hatte die Stelle des Beauftragten und einen Runden Tisch zur Aufarbeitung des Kindesmissbrauchs im Frühjahr 2010 eingesetzt, nachdem immer mehr Missbrauchsfälle aus der Vergangenheit in kirchlichen Einrichtungen, Schulen und Heimen bekanntgeworden waren.

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