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Terror in New York: IS bezeichnet Attentäter als „Soldaten des Kalifats“

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Die Trauer in den USA ist noch immer groß.

Ein Attentäter ist in New York mit einem Kleinlaster über einen Radweg gerast und hat dabei acht Menschen getötet. Der 29-Jährige stand in Verbindung zum IS. Am Donnerstag erschien er erstmals vor Gericht.

  • Bei einer Amokfahrt in New York sind acht Menschen ums Leben gekommen, 12 wurden schwer, jedoch nach Angaben der Polizei nicht lebensbedrohlich verletzt.
  • Ein gemieteter Pick-up war auf einem Radweg im Hudson River Park im Westen Manhattans in entgegengesetzter Richtung gefahren und hatte laut Augenzeugen alles überfahren, was ihm in den Weg kam.
  • Ein Mann wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen. Er wurde von Polizeibeamten kampfunfähig geschossen.
  • Die Identität des Täters ist nach US-Medienberichten mittlerweile bekannt: Es handelt sich um einen 29-jährigen Usbeken, der seit 2010 in den USA lebt.
  • Der Attentäter hat sich nach eigenen Angaben von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu der Tat inspirieren lassen.
  • Es hat kein deutsches Todesopfer bei dem New Yorker Anschlag gegeben. Eine deutsche Staatsangehörige wurde verletzt.

Karte: Hier kam der Pick-up zum Stehen

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07.06 Uhr: Die Terrormiliz Islamischer Staat hat die tödliche Attacke eines 29-Jährigen auf Radfahrer und Fußgänger in New York für sich beansprucht und den Attentäter als „Soldaten des Kalifats“ gefeiert. Das berichtete die auf Überwachung von Islamisten-Seiten spezialisierte Site Intelligence Group in der Nacht zum Freitag.

Der 29-Jährige ist inzwischen bereits vor Gericht erschienen, ihm wird Unterstützung einer Terrororganisation angelastet. Sayfullo S. werden Unterstützung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie tödliche Gewalt und Zerstörung mit einem Fahrzeug vorgeworfen, sagte Staatsanwalt Joon Kim. 

Die Ereignisse von Donnerstag, 2. November, zum Nachlesen

16.43 Uhr: Der mutmaßliche Attentäter von New York ist nach einem Strafantrag wegen Unterstützung einer Terrororganisation erstmals vor Gericht erschienen. Sayfullo S. werden Unterstützung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie tödliche Gewalt und Zerstörung mit einem Fahrzeug vorgeworfen, sagte Staatsanwalt Joon Kim. Im Fall einer Verurteilung kann dem 29-Jährigen die Todesstrafe oder lebenslange Haft drohen, sagte Kim.

Der wegen Verletzungen im Krankenhaus behandelte S. erschien am Mittwoch im Rollstuhl in Hand- und Fußschellen vor einer Richterin, wie US-Medien berichteten. Bei der zehnminütigen Anhörung habe er über einen Dolmetscher auf Russisch einige Fragen beantwortet, berichtete die „New York Post“.

S. habe gestanden, die Attacke mit acht Toten und elf Verletzten seit zwei Monaten geplant zu haben, sagte Kim. Gut eine Woche vor der tödlichen Fahrt vom Dienstag, bei der er Fahrradfahrer und Fußgänger auf einem Radweg im Süden Manhattans mit einem Kleinlaster rammte und überfuhr, habe er auch geübt. „Er hat gestanden, dass er am 22. Oktober einen Truck mietete, um die Kurven zu üben, die er an der Attacke an Halloween nehmen würde“, sagte Kim. Gerichtsunterlagen zufolge wählte S. Halloween, weil er an diesem Tag auf volle Straßen hoffte, und war anschließend auch stolz auf seine Attacke.

S. habe auch zugegeben, dass er sich von IS-Videos zu dem Anschlag habe inspirieren lassen, sagte Kim. In einer Tüte am Tatort hätten Ermittler Handys entdeckt, auf denen Tausende Fotos im Zusammenhang mit dem IS gespeichert waren. Zudem fanden Ermittler darauf rund 90 Videos, die IS-Kämpfer zeigen, wie sie Gefangene mit Panzern überfahren, sie köpfen und ihnen ins Gesicht schießen.

Laut Kim ist trotz des Strafantrags möglich, dass S. als „feindlicher Kämpfer“ (enemy combatant) eingestuft wird. Damit könnte er von der US-Regierung als Kriegsgefangener festgehalten und vor ein Militärtribunal wie das auf Guantánamo in Kuba gestellt werden. Für diese Einstufung hatten sich etwa die Senatoren Lindsey Graham und John McCain stark gemacht. Die Entscheidung darüber liege „deutlich oberhalb meiner Gehaltsstufe“ und müsse von anderen getroffen werden, sagte Kim.

12.49 Uhr: Im Internet ist ein Video zu sehen, das fünf Opfer der Terror-Anschlags von New York kurz vor ihrem Tod zeigt. Sie waren gemeinsam den Radweg entlang des Hudson Rivers abgefahren.

7.15 Uhr: Nach dem Anschlag in New York hat Präsident Donald Trump heftig gegen das US-Justizsystem ausgeteilt: Dieses sei "ein Witz" und "Gespött", schimpfte Trump während einer Kabinettsitzung im Weißen Haus. Bei der Sitzung mit dabei war Justizminister Jeff Sessions, der die Kritik vor den Augen seiner Kollegen abbekam. Das Verhältnis zwischen Sessions und Trump gilt seit geraumer Zeit als angespannt.

6.39 Uhr: Nach der Terrorfahrt des 29-jährigen Usbeken in New York hat US-Präsident Donald Trump für den Mann die Todesstrafe gefordert. „Der New York City-Terrorist war glücklich, als er fragte, ob die IS-Fahne in seinem Krankenzimmer aufhängen durfte“, twitterte Trump in der Nacht zum Donnerstag. „Er hat acht Menschen getötet und 12 schwer verletzt. ER SOLLTE DIE TODESSTRAFE BEKOMMEN!“

6.15 Uhr: Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat gegen den mutmaßlichen Täter des Anschlags mit acht Toten Strafantrag wegen Unterstützung einer Terrororganisation gestellt. Sayfullo S. werden Unterstützung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie tödliche Gewalt und Zerstörung mit einem Fahrzeug vorgeworfen, sagte Staatsanwalt Joon Kim am Mittwoch. Im Fall einer Verurteilung drohten dem 29-Jährigen die Todesstrafe oder lebenslange Haft, sagte Kim.

S. habe gestanden, die Attacke mit acht Toten und elf Verletzten seit zwei Monaten geplant zu haben. Gut eine Woche vor der tödlichen Fahrt vom Dienstag, bei der er Fahrradfahrer und Fußgänger auf einem Radweg im Süden Manhattans mit einem Kleinlaster rammte und überfuhr, habe er auch geübt. „Er hat gestanden, dass er am 22. Oktober einen Truck mietete, um die Kurven zu üben, die er an der Attacke an Halloween nehmen würde“, sagte Kim. Gerichtsunterlagen zufolge wählte S. Halloween, weil er an diesem Tag auf volle Straßen hoffte, und war anschließend auch stolz auf seine Attacke. S. habe auch zugegeben, dass er sich von IS-Videos zu dem Anschlag habe inspirieren lassen, sagte Kim.

Die News vom Mittwoch 1. November

22.50 Uhr: Die US-Bundespolizei schreibt einen Mann aus Usbekistan nach dem Anschlag zur Fahndung aus. Der 32-jährige Mukhammadzoir Kadirov werde gesucht, weil er "Informationen zu dem tödlichen Angriff" haben könnte, erklärte das FBI am Mittwoch. Kadirov stammt aus Usbekistan, von dort kommt auch der Fahrzeugattentäter Sayfullo Saipov.

23.41 Uhr: Gegen den Verdächtigen ist ein Strafantrag wegen Unterstützung einer Terrororganisation gestellt worden. 

Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. In Gerichtsunterlagen heißt es, der 29-Jährige sei von Videos der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu der Tat inspiriert worden. 

Vor etwa zwei Monaten habe er sich dazu entschieden, einen Truck dazu zu nutzen. Er habe dabei so viele Menschen töten wollen wie möglich, heißt es in den Unterlagen weiter.

18.28 Uhr: Die Trauer um die Opfer ist groß. Die fünf Argentinier, die bei dem Anschlag von New York getötet wurden, waren als Jugendliche gemeinsam zur Schule gegangen. Sie seien Absolventen der renommierten Politecnico-Schule in Rosario gewesen und hätten in New York das 30-jährige Jubiläum ihres Abschlusses gefeiert, teilte die Schulleitung am Mittwoch mit. Das Direktorium ordnete fünf Trauertage an.

Die argentinische Flagge weht am 1.November auf Halbmast in Rosario (Argentinien).

18.23 Uhr: Bei dem Anschlag in New York hat es doch kein deutsches Todesopfer gegeben. Die Staatsangehörigkeit eines der Opfer sei verwechselt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Bei dem betreffenden Opfer handle es sich um eine Belgierin.

Details zum Attentäter von New York

17.55 Uhr: New-York-Attentäter war Fahrer bei Uber. Der 29-Jährige aus Usbekistan sei sechs Monate für Uber gefahren und habe 1400 Fahrten erledigt, teilte das Unternehmen mit. 

17.11 Uhr: Der Attentäter von New York hat den Anschlag nach Angaben der Polizei lange im Voraus geplant. Der 29-Jährige habe die Attacke allem Anschein nach „seit einer Reihe von Wochen“ vorbereitet, sagte John Miller von der New Yorker Polizei bei einer Pressekonferenz in New York am Mittwoch. 

„Er hat es im Namen von ISIS (englische Bezeichnung der Terrormiliz IS) getan.“ Es scheine so, als habe der Mann die „Anleitungen von ISIS fast auf den Punkt genau befolgt“.

Unklarheiten über Todesopfer aus Deutschland

17.47 Uhr: Das Auswärtige Amt in Berlin hat Angaben der New Yorker Feuerwehr dementiert, dass unter den Toten des Terroranschlags von New York ein Deutscher sei. Ein Ministeriumssprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch, es bleibe dabei, dass zwar eine Deutsche verletzt sei, aber keine deutschen Staatsangehörigen getötet worden seien.

17.34 Uhr: Die New Yorker Behörden feiern den Polizisten, der den Attentäter von Manhattan stoppte, als Helden. Ryan Nash (28) war mit einem Kollegen in der Nähe des Tatorts, hieß es bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in New York. Der Polizist schoss neunmal, traf den Täter in den Bauch und nahm ihn fest.

17.24 Uhr: US-Präsident Donald Trump erwägt den New-York-Attentäter im umstrittenen Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba einsperren zu lassen.

16.15 Uhr: Laut Bild.de soll unter den acht Todesopfern auch ein/e Deutsche/r  sein. Das teilte auch der Chef der New Yorker Feuerwehr, Daniel Nigro, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz mit. Bei den übrigen Todesopfern handle es sich um fünf Argentinier und zwei US-Bürger.

Bislang hatte das Auswärtige Amt auf seiner Webseite bestätigt, dass eine deutsche Staatsangehörige verletzt wurde.

16.03 Uhr: Das turbulente Börsengeschehen an der Wall Street hat nach dem Anschlag von New York für einen Moment stillgestanden. Vor der Eröffnung des US-Aktienhandels gab es am Mittwochmorgen eine Schweigeminute an der New York Stock Exchange (NYSE). 

Auch an der Technologiebörse Nasdaq am Times Square hielt man in Gedenken an die mindestens acht Toten und elf Verletzten des Attentats in Lower Manhattan für kurze Zeit inne. US-Präsident Donald Trump twitterte ein Video der Schweigeminute an der NYSE und schrieb dazu: #NYCStrong (etwa: New York City bleibt stark) und #USA.

15.40 Uhr: Es war das tragische Ende einer Jubiläumsreise: Neun Argentinier wollten den 30. Jahrestag ihres Schulabschlusses gemeinsam in den USA feiern. Doch als die Gruppe in New York eine gemeinsame Fahrradtour unternimmt, überrollt ein Terrorist mehrere von ihnen mit einem Transporter - fünf Männer sterben, einer wird schwer verletzt, wie das Außenministerium in Buenos Aires mitteilt.

14 Uhr: Nach dem Attentat in New York hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den USA die Unterstützung Deutschlands zugesichert. „Deutschland steht im Kampf gegen den Terrorismus fest an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika“, schrieb Merkel am Mittwoch in einem Telegramm an US-Präsident Donald Trump. „Dabei vertrauen wir auf die Stärke unserer demokratischen Gesellschaften und die Überzeugungskraft unserer freiheitlichen Werte.“

13.50 Uhr: Nach der Terrorattacke in New York mit acht Toten will US-Präsident Donald Trump die „Green-Card-Lotterie“ abschaffen. Die Verlosung verschafft jährlich bis zu 50.000 Ausländern aus aller Welt einen dauerhaften Aufenthaltsstatus mit Arbeitserlaubnis in den USA. Davon profitieren jedes Jahr auch viele Deutsche.

Attentäter mit Verbindung zum IS

13.25 Uhr: Der Attentäter von New York hat nach offiziellen US-Angaben Verbindung zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gestanden. Der Gouverneur des Bundestaates New York, Andrew Cuomo, sagte am Mittwoch außerdem, dass sich der aus Usbekistan stammende Mann in den Vereinigten Staaten radikalisiert habe. Der 29-Jährige hatte am Dienstag in Manhattan mit einem Kleintransporter acht Menschen getötet und mindestens elf weitere verletzt.

Ein von der Gefängnisbehörde von St. Charles County (USA) zur Verfügung gestelltes Bild zeigt nach Medienangaben den mutmaßlichen Täter

12.05 Uhr: Ein Video, das im Netz kursiert zeigt den flüchtenden Täter. Weit ist er allerdings nicht gekommen. Die Polizei konnte ihn mit einem Schuss stoppen und festnehmen. 

11.55 Uhr: Über den mutmaßlichen Täter werden immer neue Details bekannt. Wie die New York Times berichtet, reiste der Mann im Jahr 2010 aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent über den John F Kennedy International Airport mit einer Green Card in New York legal in die USA ein. Zunächst soll er in Ohio gelebt haben. Später in Florida, dann in New Jersey. Dort soll er als Uber-Fahrer gearbeitet haben. Das Unternehmen kündigte an, mit den Behörden zu kooperieren. Die autoritäre Führung von Usbekistan sagte den USA Unterstützung bei den Ermittlungen zu.

Außenminister Gabriel sichert USA Unterstützung zu

11.20 Uhr: Auch Außenminister Sigmar Gabriel hat den USA die Unterstützung der Bundesregierung zugesichert. „Wir stehen im Kampf gegen diese sinnlose Gewalt fest an der Seite der USA“, sagte Gabriel am Mittwoch einer Mitteilung zufolge. „Der Kampf gegen Terrorismus betrifft uns alle.“ Der SPD-Politiker zeigte sich „bestürzt über den hinterhältigen Anschlag in Manhattan“. Dabei waren mindestens acht Menschen getötet und elf weitere verletzt worden.

11 Uhr: Die Bundesregierung hat nach dem Anschlag in New York mit acht Toten das Bündnis mit den USA beim Kampf gegen den Terror und Terrorismus hervorgehoben. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärte am Mittwoch in Berlin, der Anschlag sei „ein weiterer schrecklicher Beleg dafür, dass die westliche Welt gemeinsam im Fokus des islamistischen Terrorismus steht. Wir werden uns dem in engem Schulterschluss gerade auch mit unseren amerikanischen Partnern mit aller Konsequenz entgegenstellen.“ Der Minister sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus.

Frau aus Deutschland bei Anschlag verletzt

9.45 Uhr: Obwohl der mutmaßlich Täter von New York dingfest gemacht ist, wirft die Terror-Attacke viele Fragen auf. Wir haben für Sie aufgelistet, was bislang bekannt ist - und was wir noch nicht wissen.

8.40 Uhr: Nach dem Terroranschlag mit mindestens acht Toten in New York an Halloween gibt es zahlreiche Reaktionen aus Politik und Gesellschaft. Wir haben diese in einer Übersicht zusammengestellt

Mit einem gemieteten Pick-up (l.) wurde die Tat ausgeführt, der Täter stieg nach einer Kollision mit einem Schulbus aus dem Fahrzeug.

8.10 Uhr: Bei dem Terroranschlag in New York ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes auch eine Deutsche verletzt worden. Das deutsche Generalkonsulat New York und die Botschaft in Washington stünden in Kontakt mit den zuständigen Stellen, hieß es am Mittwoch auf der Internetseite des Außenministeriums. Weitere Angaben zur Schwere der Verletzung und zur genauen Herkunft der Deutschen gab es zunächst nicht.

Attentäter rief laut Polizei „Allahu Akbar“

6.14 Uhr: Die Polizei hat inzwischen bestätigt, dass der Fahrer aus dem Auto ausstieg und „Allahu Akbar“ rief, arabisch für „Gott ist groß“. Dann hielt er zwei Waffen hoch, die sich im Nachhinein als relativ ungefährliche Paintballpistole und Luftgewehr herausstellten. In der Nähe des Fahrzeugs fanden Ermittler Notizen auf Arabisch, die eine Verbindung mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nahelegten, hieß es in Medienberichten. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür jedoch zunächst nicht. Ein Foto des Tatverdächtigen veröffentlichte das St. Charles County Department of Corrections.

Dieses Foto wurde vom Tatverdächtigen im April 2016 aufgenommen, als er wegen einer nichtbezahlten Strafe für ein Verkehrsvergehen festgenommen wurde.

6.04 Uhr: Unter den Toten waren nach Angaben der Behörden der jeweiligen Länder auch eine Belgierin sowie fünf Argentinier. Das argentinische Außenministerium bestätigte am Dienstagabend (Ortszeit) die Identität der Opfer, die gemeinsam aus der Stadt Rosario, 300 Kilometer nördlich von Buenos Aires, nach New York gereist waren. Ein weiteres Mitglied der Gruppe zähle zu den elf Verletzten. Informationen zu deutschen Opfern lagen zunächst nicht vor. Das deutsche Generalkonsulat New York und die Botschaft in Washington stünden in Kontakt mit den zuständigen Stellen, teilte das Auswärtige Amt in der Nacht zum Mittwoch auf seiner Webseite mit. Reisenden in die USA werde empfohlen, „die lokalen Medien zu verfolgen, größere Menschenansammlungen zu meiden und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten.“ Bei Flügen in die USA könne es zudem wegen verstärkter Kontrollen an den Flughäfen zu längeren Wartezeiten kommen. Elf Menschen wurden schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Bürgermeister „Schmerzhafter Tag für New York“

4.38 Uhr: „Das ist ein schmerzhafter Tag für unsere Stadt“, sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio. „Eine schreckliche Tragödie auf der Westside.“ Es handele sich um einen „Terrorakt“ der feigesten Art und Weise. Polizeichef James O'Neill sprach von eine „Tragödie größten Ausmaßes“. Die Sicherheitsvorkehrungen in der Millionenmetropole wurden verstärkt, auch für die traditionell am Abend des 31. Oktober stattfindenden Halloween-Feierlichkeiten mit Paraden. Es gebe aber keine Hinweise auf eine andere akute Bedrohung in der Stadt, sagte Gouverneur Andrew Cuomo.

3.11 Uhr: Nach dem Attentat in New York hat US-Präsident Donald Trump seine Regierung nach eigenen Angaben angewiesen, die Sicherheitsüberprüfungen zu verschärfen. „Ich habe das Heimatschutzministerium gerade damit beauftragt, unser schon jetzt extremes Programm an Sicherheitsüberprüfungen zu intensivieren“, schrieb Trump am Dienstagabend (Ortszeit) im Kurznachrichtendienst Twitter. „Es ist in Ordnung, politisch korrekt zu sein, aber nicht dafür!“, fügte er hinzu. Details nannte der Präsident nicht.

0.32 Uhr: Die beliebte Halloween-Parade am 1. November soll trotz des Terroranschlags stattfinden. Das NYPD kündigte aber ein erhöhtes Sicherheitsaufkommen an.

Das geschah am Dienstag

23.42 Uhr: Einen ausführlichen Bericht aus New York lesen Sie hier.

23.35 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat nach dem Anschlag in New York mit acht Toten vor Bedrohungen durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewarnt. „Wir dürfen es ISIS nicht erlauben, dass sie in unser Land zurückkehren oder es betreten, nachdem wir sie im Nahen Osten und anderswo besiegt haben. Genug!“, schrieb Trump am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter. ISIS ist eine andere Abkürzung für den Islamischen Staat. Bislang hat die Terrormiliz den Anschlag allerdings weder für sich reklamiert, noch haben die US-Sicherheitsbehörden die Tat öffentlich mit der Gruppe in Verbindung gebracht.

23.13 Uhr: Die New Yorker Polizei twittert, dass dass der 29-jährige Fahrer des Trucks verhaftet wurde und sowohl eine Paintballpistole als auch ein Luftgewehr bei sich hatte.

23.10 Uhr: Nach Angaben von US-amerikanischen Medien ist die Identität des Täters mittlerweile bekannt: Es soll sich um einen 29-jährigen Mann aus Tampa/Florida handeln. Er ist gebürtiger Usbeke und lebt seit 2010 dank einer Greencard in den USA. Das berichten die Sender CBS und ABC. Ein Bild von seiner Festnahme gibt es hier. 

22.57 Uhr: Die New Yorker Polizei berichtet, dass der Täter mit einem Bauchschuss niedergestreckt wurde. Er befindet sich im Krankenhaus. Über seinen Zustand ist nichts bekannt.

22.50 Uhr: Acht Menschen wurden getötet, elf Menschen wurden schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt, schreibt das NYPD auf Twitter.

22.44 Uhr: Der Tatort ist der Hudson River Park, der sich von der Südspitze Manhattans bis zur 59th Street zieht. Auf dem Fußgänger- und Fahrradweg parallel zum West Side Highway, der an vielen Stellen mit einem Grünstreifen von der Straße getrennt ist, sind zu jeder Tag- und Nachtzeit Menschen zu finden, die joggen, spazieren gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Der Fahrer des Pick-up-Trucks fuhr rund 20 Straßenblocks zwischen West Houston und Chambers Street auf dem Weg, auf dem Autos und andere motorisierte Fahrzeuge nicht zugelassen sind.

22.41 Uhr: Ein Augenzeuge schildert, was er am Tatort sah:

22.38 Uhr: Jetzt hat sich auch der US-Präsident zu Wort gemeldet - über Twitter:

„Es sieht in New York nach einer neuerlichen Terrorattacke von einer kranken und geisteskranken Person aus. Die Behörden verfolgen das aufmerksam. Nicht in den USA.“

22.30 Uhr: Ein Sprecher betont, dass aktuell keine Gefahr für die Menschen in New York bestehe.

22.26 Uhr: De Blasio verkündet zudem, dass die Zahl der Todesopfer mittlerweile auf acht gestiegen ist. Die Zahl der Verletzten ist unübersichtlich, bislang war von 15 die Rede. 

22.20 Uhr: Bürgermeister Bill de Blasio spricht von einem „Act of terror“, der sich in Manhattan zugetragen habe. Es werde davon ausgegangen, dass es sich um einen Einzeltäter handelt. Er spricht den Familienangehörigen und Freunden der Opfer sein Beileid aus und appelliert an die New Yorker, ihren Lebensstil fortzuführen und die Opfer in ihre Gebete aufnehmen.

21.55 Uhr: Polizei und Bürgermeister wollen in Kürze eine Erklärung abgeben.

21.50 Uhr: Laut Fox News soll der mutmaßliche Täter bei seiner Festnahme „Allahu Akbar“ gerufen haben. Der TV-Sender beruft sich dabei auf Polizeiquellen. Offiziell bestätigt wurde dies aber noch nicht.

Der Täter hinterließ bei seiner Amokfahrt ein Bild der Verwüstung.

21.37 Uhr: Neben zahlreichen Radfahrern und Fußgängern, die der Pick-up rammte, soll es zudem noch zu einem Zusammenprall mit einem Schulbus gekommen sein, berichtet die New York Times.

21.34 Uhr: Laut „Weißem Haus“ wurde mittlerweile auch Präsident Donald Trump über die Geschehnisse in New York informiert.

21.30 Uhr: Der mutmaßliche Täter und Fahrer des gemieteten Pick-ups soll nach der Tat aus dem Wagen gestiegen sein, er hatte angeblich zwei Spielzeugwaffen bei sich. Die Polizei schoss den Mann kampfunfähig.

Das geschah in New York:

Der Vorfall ereignete sich im Südwesten Manhattans (Tribeca), teilte die New Yorker Polizei (NYPD) am Dienstag auf Twitter mit. Ein Mensch sei in Gewahrsam genommen worden, es werde nach niemand anderem mehr gefahndet. Der Bürgermeister sei informiert worden und auf dem Weg zum Ort des Vorfalls, teilte das New Yorker Rathaus mit. Ersten Angaben zufolge gab es acht Tote und 15 Verletzte. 

Nach US-Medienberichten fuhr ein Kleinlaster am Nachmittag Ortszeit (gegen 15.05 Uhr) auf einem Radweg in eine Gruppe mit mehreren Menschen, kurz darauf sollen Schüsse gefallen sein. Zugetragen hat sich der Zwischenfall offenbar an einer Uferpromenade des Hudson Rivers, an der Ecke West Street/Chambers Street kam es dann zur Kollision mit einem Schulbus. Dort kam der Pick-up zum Stehen (siehe Karte oben). Der Fahrer sei aus dem Auto ausgestiegen, habe mit entsprechenden Bewegungen den Gebrauch einer Schusswaffe vorgetäuscht und sei dann von der Polizei angeschossen worden. Ein Augenzeuge sagte bei CSB: „Ein Fahrzeug ist einen Radweg entlang gefahren und hat alles aus dem Weg geräumt, was sich ihm in den Weg stellte.“

Der Tatort befindet sich unweit des 9/11 Memorials.

Amokfahrt mit Toten in New York: Bilder aus Manhattan

Der Pick-up stieß am Ende seiner Amokfahrt mit einem Schulbus zusammen.

afp/dpa/wi

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