Attacke in Park

Drei Tote bei Messerangriff nahe London - Polizei stuft Angriff nun doch als "terroristisch" ein

Polizisten sichern das Gebiet der Messerstecherei ab. Foto: Steve Parsons/PA Wire/dpa
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Polizisten sichern das Gebiet der Messerstecherei ab. Foto: Steve Parsons/PA Wire/dpa

In einem Park in Reading nahe London kam es zu einem Messerangriff, drei Menschen starben. Nun stuft die Polizei den Angriff als "terroristisch" ein.

  • In Reading nahe London gab es am Samstagabend eine Messerattacke.
  • Drei Menschen starben bei dem Angriff, der zunächst nicht als "terroristisch" eingestuft wurde.
  • Am Sonntag gab die Polizei bekannt, dass der Angriff doch als "terroristisch" angesehen wird.

Update von 12.49 Uhr: Die Messerattacke in Reading am Samstagabend wird von der Polizei nun doch als „terroristisch“ eingestuft. In Reading nahe London waren drei Menschen getötet worden. Ein 25-Jähriger wurde festgenommen. Britische Medien hatten bereits zuvor berichtet, dass die Tat einen terroristischen Hintergrund haben könnte, sie wurde zunächst aber nicht als Terrorakt eingestuft, wie die Polizei noch am frühen Sonntagmorgen mitgeteilt hatte.

Drei Tote bei Messerstecherei nahe London

Erstmeldung vom 21. Juni, 10.46 Uhr: Reading (dpa) - Bei einer Messerstecherei in der britischen Stadt Reading sind nach Polizeiangaben drei Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere Personen wurden schwer verletzt.

Entgegen ersten Berichten britischer Medien werde der Fall nicht als Terrorakt eingestuft, teilte die Polizei mit. Ein 25-jähriger Tatverdächtiger sei festgenommen worden. Weitere Tatverdächtige gebe es nicht.

Drei Tote bei Messerattacke in Reading nahe London: Kein "terroristischer Zwischenfall"

"Dies wird gegenwärtig nicht als terroristischer Zwischenfall eingestuft, aber wir bleiben hinsichtlich des Tatmotivs aufgeschlossen", sagte der regionale Polizeichef Ian Hunter. Die Ermittler würden bei ihrer Arbeit dennoch durch Kollegen aus der Antiterror-Abteilung unterstützt.

Der Täter war am Abend gegen 20 Uhr MESZ in Forbury Gardens auf die dort anwesenden Menschen losgegangen und hatte wahllos auf seine Opfer eingestochen. "Der Park war ziemlich voll, viele Leute saßen dort herum und tranken mit Freunden, als eine einzelne Person durchging und einige unverständliche Worte schrie", zitierte die Agentur PA einen Augenzeugen. Der Mann sei auf eine Gruppe von etwa zehn Personen zugegangen und habe drei von ihnen in den Hals und Oberkörper gestochen. Dann sei er zu einer anderen Gruppe gerannt und habe auch dort Menschen angegriffen.

Premierminister Boris Johnson dankte allen Einsatzkräften. Innenministerin Priti Patel twitterte, sie sei "zutiefst besorgt". Sie sprach von einer "sinnlosen Attacke gegen Menschen, die einfach nur einen Samstagabend mit Familien und Freunden genießen wollten".

Messerattacke in Reading nahe London: Angriff kurz nach Black-Lives-Matter-Demo

Reading liegt rund 70 Kilometer westlich von London, dort leben rund 160.000 Menschen. Der Vorsitzende des Stadtrats, Jason Brock, schrieb auf Twitter: "Bitte halten Sie sich von dem Gebiet fern, da die Polizei mit einem ernsten Zwischenfall befasst ist."

Die Polizei von Thames Valley teilte mit, Beamte untersuchten den Vorfall vor Ort. Etwa zwei Stunden zuvor hatte es eine friedliche Demonstration der Bewegung Black Lives Matter in der Nähe gegeben. Einen Zusammenhang schloss die Polizei jedoch kategorisch aus. "Das Ganze geschah drei Stunden nach dem Abschluss der Kundgebung", heißt es in einer Mitteilung der Ermittler.

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