Bürgerrechtler Eric Lembembe

Toter Homo-Aktivist: Regierung fordert Strafe

+
Der kamerunische Journalist und Homo-Aktivist Eric Lembembe wurde gefoltert und getötet.

Berlin - Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung verlangt nach dem Foltertod des kamerunischen Journalisten und Bürgerrechtlers Eric Lembembe strafrechtliche Konsequenzen.

Als "sehr mutiger" Vorkämpfer für Homosexuellenrechte habe dieser "öffentlich die Gewalt gegen Schwule, Lesben und Transgender kritisiert", erklärte Markus Löning am Donnerstag in Berlin. "Die Tat muss aufgeklärt und strafrechtlich verfolgt werden." Kameruns Regierung sei "verpflichtet, gegen Hass und Homophobie vorzugehen und Menschenrechtsverteidiger zu schützen".

Lembembes von Folterspuren gezeichnete Leiche war am Montag in seiner Wohnung in Kameruns Hauptstadt Yaounde gefunden worden, wie die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch mitteilte. Genick und Füße des Aktivisten seien laut Freunden zerschmettert gewesen, Gesicht, Hände und Füße zudem mit einem Bügeleisen versengt worden.

Die Bundesregierung: Merkel und ihre Minister

Die Bundesregierung: Merkel und ihre Minister

Homosexuelle werden in Kamerun immer wieder Opfer willkürlicher Festnahmen und Gewaltakte, laut Gesetz können sie mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden.

Neben Löning zeigte sich auch die französische Regierung bestürzt über "den Mord" an Lembembe. "Wir erwarten, dass die Umstände dieses Verbrechens aufgeklärt und die Drahtzieher zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Außenamtssprecher Philippe Lalliot.

AFP

Auch interessant

Meistgelesen

AfD-Politiker wünscht sich islamistische Anschläge in Deutschland
AfD-Politiker wünscht sich islamistische Anschläge in Deutschland
SPD-Parteizentrale evakuiert - Polizei gibt Entwarnung
SPD-Parteizentrale evakuiert - Polizei gibt Entwarnung
Serdar Somuncu gegen den IS: „Was muss das für ein elender Gott sein“
Serdar Somuncu gegen den IS: „Was muss das für ein elender Gott sein“
Besuch von Konzert: Guardiola bangte um Frau und Kinder
Besuch von Konzert: Guardiola bangte um Frau und Kinder

Kommentare