Trotz Verbots: Spanier protestieren

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Friedliche Proteste: Tausende Spanier gehen trotz Demonstrationsverbots auf die Straße.

Madrid - Aus Protest gegen die Wirtschaftsmisere und die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien halten Demonstranten weiter zahlreiche Plätze im ganzen Land besetzt. Sie trotzen damit auch am Samstag einem Demonstrationsverbot.

Die Polizei bekam von der Regierung die Anweisung, die Kundgebungen zu dulden, solange diese friedlich verlaufen. Damit soll eine Eskalation vermieden werden. Ein Sprecher der Protestbewegung “Echte Demokratie Jetzt!“ lobte in Madrid das Verhalten von Demonstranten und Polizei.

In zahlreichen Städten waren am Freitagabend erneut Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um politische und soziale Reformen in dem Krisenland zu fordern. Im Zentrum Madrids strömten nach Angaben der Polizei rund 25 000 Demonstranten auf den seit Anfang der Woche besetzten Platz der Puerta del Sol. Großkundgebungen gab es auch in Barcelona, Valencia und Sevilla. Insgesamt hatte die Protestbewegung der “Empörten“ zu Kundgebungen in rund 150 Städten aufgerufen.

Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero äußerte erneut Verständnis für die Proteste. “Die Forderungen und Demonstrationen machen uns keine Angst, sondern verpflichten uns, nach Lösungen zu suchen“, sagte er auf einer Wahlkampfveranstaltung am Freitagabend in Madrid. Zapateros Sozialisten (PSOE) müssen bei den Wahlen am Sonntag mit einer herben Niederlage rechnen.

dpa

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