Junge Frauen schreiben an Präsidenten

Sexismus-Debatte: Kritik-Brief an Gauck

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Joachim Gauck hat mit einer Stellungnahme zur Sexismus-Debatte Kritik ausgelöst.

Berlin - Joachim Gauck hat mit einer Stellungnahme zur Sexismus-Debatte eine Kontroverse ausgelöst. Sieben junge Frauen richteten nun einen offenen Kritik-Brief an den Bundespräsidenten.

„Wir vermissen in Ihren Äußerungen vor allem Feingefühl und Respekt gegenüber all den Frauen, die sexistische Erfahrungen gemacht haben“, heißt es in einem offenen Brief junger Frauen, über den am Mittwoch mehrere Online-Medien berichteten.

Gauck hatte in einem „Spiegel“-Interview auf die Frage geantwortet, ob er den Umgang mit FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle wegen dessen als sexistisch bewerteten Äußerungen unfair gefunden habe. Darauf sagte er: „Wenn so ein Tugendfuror herrscht, bin ich weniger moralisch, als man es von mir als ehemaligem Pfarrer vielleicht erwarten würde.“

"Wut von Frauen wird lächerlich gemacht"

In dem Brief heißt es, durch die Verwendung des Wortes „Tugendfuror“ bringe Gauck erniedrigende, verletzende oder traumatisierende Erlebnisse in Verbindung mit dem Begriff „Furie“. Dieser Begriff werde abwertend verwendet, um die Wut von Frauen lächerlich zu machen und als Überemotionalität zu deklassieren. „Damit bedienen Sie jahrhundertealte Stereotype über Frauen - Stereotype, die sexistische Strukturen aufrecht erhalten und Geschlechtergerechtigkeit im Weg stehen.“

Das waren die deutschen Bundespräsidenten

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Sieben Frauen haben den Brief unterzeichnet, darunter die Initiatorinnen der #Aufschrei-Debatte, die Ende Januar als Plattform von Frauen entstanden war, die über Grenzüberschreitungen von Männern berichten.

dpa

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