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Coronavirus: Tagesthemen-Journalist zeichnet düsteres Szenario - und hat Rat für jeden Einzelnen

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Das Coronavirus weitet sich weiter im Land aus. Zunehmend ist auch die Wirtschaft bedroht. Ein Kommentar in den ARD-Tagesthemen zeichnet ein düsteres Bild.

München - „Das Coronavirus hat die Gesellschaft wie auch die Wirtschaft infiziert“. Kommentator Markus Gürne zeichnet am Montagabend ein düsteres Szenario in den ARD-Tagesthemen. Angesichts der Prognosen und Vorfälle in den letzten Tagen scheint dieser Gedanke nicht sehr weit hergeholt - die Zahl der Infizierten steigt auch in Deutschland weiter an. 

Doch der Journalist vom Hessischen Rundfunk geht noch einen Schritt weiter. Besonders Deutschland als Exportnation sei betroffen. Denn in China produzieren deutsche Unternehmen nicht nur für den Weltmarkt, sondern auch für „den heimischen Markt“, so Gürne. Diese in China produzierten Teile bleiben jetzt aus - das merkt die deutsche Wirtschaft. Lieferketten seien gerissen, Produktionsstopps die Folge. 

ARD-Tagesthemen zum Coronavirus: Journalist vermutet schlimme Auswirkungen

Das Coronavirus hat starke Auswirkungen auf den globalen Markt. Bundeswirtschaftsminister Altmaier gab jedoch bekannt, dass die Bundesregierung „umfassend vorbereitet und gewappnet“ sei. Der Kommentator in den ARD-Tagesthemen ist sich jedoch sicher: Wenn die Regierung nicht genügend einschreitet, dann droht den Deutschen wirklich eine Krise.

Allein die Sorge vor Corona schwächt die Wirtschaft. Doch der Journalist weiß auch, dass große Konzerne kurzfristig darauf reagieren können. „Viele kleinere Unternehmen aber nicht“. 

ARD-Tagesthemen: „Wirtschaft und Gesellschaft werden durch Coronavirus bedroht“

Kleine Unternehmen können dann im schlimmsten Fall die Kredite nicht mehr bedienen und auch die Banken werden weiter geschwächt. Diese müssten dann vom Staat, ähnlich wie bei der Finanzkrise 2008, gerettet werden, so Gürne. Droht uns also doch eine Krise? 

Nein, so der Journalist in den ARD-Tagesthemen. Nicht wenn „Politik und Notenbank sich dem Abschwung entgegenstellen - alle zusammen“. Vor allem das Gesundheitssystem müsse ausreichend Geld zur Verfügung haben. Auch jeder Einzelne solle sich in seiner Freiheit einschränken. Der Kommentator rät auf größere Veranstaltung zu verzichten. Messen- und Stadionbesuche sollen möglichst vermieden werden. Laut Gürne würde sich eine Corona-Krise nämlich vor allem durch eine Sache von der Finanzkrise 2008 unterscheiden: „Das Virus bedroht nicht nur unsere Wirtschaft, sondern unsere gesamte Gesellschaft.“ 

mak

Ein weiterer Kommentar in der ARD löste am Wochenende sowohl Lob als auch Empörung aus, Thema: Der Umgang mit Flüchtlingen an den EU-Außengrenzen.

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