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Sendung entgleiste Plasberg fast

Flüchtlings-Zoff bei „Hart aber fair“eskaliert: „Nützlicher Idiot von Erdogan“ - da schreitet Plasberg ein

Bei hart aber fair wurden am Montagabend hitzige Diskussionen geführt. 
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Bei hart aber fair wurden am Montagabend hitzige Diskussionen geführt. 

Von einer fairen Diskussion war bei „Hart aber fair“ nichts zu sehen - stattdessen gab es Flüchtlings-Zoff, der während der Sendung fast zu entgleisen drohte. 

  • Bei „Hart aber fair“ ging es am Montag um die aktuelle Flüchtlingsproblematik.
  • In der Talk-Runde waren viele unterschiedliche Ansichten vertreten, die zu äußerst hitzigen Diskussionen führten.
  • Zeitweise drohte das Gespräch fast zu eskalieren. Moderator Plasberg musste einschreiten. 

Berlin - „Fluchtziel Europa: Was haben wir aus 2015 eigentlich gelernt?“ - das fragte Moderator Frank Plasberg am Montagabend seine Gäste in der ARD-Talkshow „Hart aber fair“ - und löste damit einen hitzigen Schlagabtausch nach dem anderen aus. Während Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt mit Aussagen wie „Es sind die Menschen, um die es geht“ und einem vorwurfsvollen Blick in die Runde den moralischen Zeigefinger hebt, verleugnet Bild-Vizechef Ralf Schuler die Flüchtlingsproblematik lieber komplett. „Es gibt da unten keine Flüchtlingskrise, sondern eine Erpressung von Erdogan“, ist er sich sicher.

Flüchtlings-Zoff bei „Hart aber fair“: Schröder und Schuler liefern sich Wortgefecht

Später klagte Schuler über „marodierende Horden“, die versuchen würden, mit Gewalt nach Europa zu gelangen. Eine Grenze sei auch dazu da, dass bestimmte Leute nicht durchgehen, betonte der Bild-Mann. „Das heißt Kontrolle!“ Dieses Mal schwingt Kabarettist Florian Schröder die Moralkeule - allerdings wohl nicht ganz ungerechtfertigt. Er sei von der ganzen Sprache dieser Diskussion schockiert, schimpft Schröder. „Auch, mit welcher Selbstverständlichkeit Herr Schuler von ‚marodierenden Horden‘ spricht. Wir reden von Menschen in Not wie über Ungeziefer…“ Und er legte erneut mit Kritik an Schulers Wortwahl nach: „Sie sprachen über Menschen, als seien das Truppen, als seien das Tiere!“ 

Der Konter von Schuler kommt postwendend: „Sie haben doch die Bilder gesehen, wo versucht wird, den Grenzzaun niederzureißen“, rechtfertigt er seine umstrittene Wortwahl. Schröder brachten diese Aussagen sichtlich in Rage. Er erinnert daran, dass es sich um Menschen handele, die in tiefster Not seien. „Die machen das doch nicht, weil sie uns überrennen wollen!“, betont er. Schulers Kommentar dazu: „Was Sie nicht wahrhaben wollen, ist, dass Sie sich als nützlicher Idiot von Erdogan bestätigen.“ 

Lesen Sie auch: Diese Folgen könnten die aktuellen Migrations-Entwicklungen für Deutschland haben*. 

Flüchtlings-Zoff bei „Hart aber fair“: Plasberg schreitet schließlich ein

Nachdem der Flüchtlings-Zoff der beiden Männer sich immer mehr hochschaukelt, ging Plasberg dazwischen. Im Interesse der Sendung bitte er um verbale Abrüstung, sagte der Moderator und widmete sich stattdessen der Flüchtlingsaktivistin Liza Pflaum, die vor kurzem aus Lesbos zurückgekehrt ist. Die Mit-Initiatorin der Hilfsorganisation „Seebrücke“ beschreibt die Situation auf der Insel als „totales Chaos“* und unterstellt „totales Staatsversagen“. Flüchtlinge würden auf Lesbos „entrechtet“ werden, kritisiert sie. 

Schuler betont daraufhin, dass man den Flüchtlingen vor Ort helfen müsse. „Zu glauben, dass wir das alles bei uns händeln können, ist eine Illusion, die dazu führen wird, dass die Bruchlinien in Europa wieder aufbrechen*“, warnt er. Flüchtlingsaktivistin Pflaum ist da anderer Meinung und bezeichnet Schulers Aussage schlichtweg als „vollkommenen Blödsinn“. Feststand am Ende der Diskussion nur eines: Beim Thema Flüchtlinge werden sich die Talkshow-Gäste definitiv nicht einig. 

Übrigens: Alle aktuellen Entwicklungen zur Flüchtlingsthematik lesen Sie auch in unserem News-Ticker. 

 *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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