Moskau feiert Sieg über Nazi-Deutschland

Die größte Militärparade aller Zeiten

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Demonstration der Stärke, aber auch ein Zeichen der Versöhnung: die Feiern am 9. Mai in Russland.

Moskau - Russland feierte den 65. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland mit der größten Militärparade seiner Geschichte.

Panzer rollten über den Roten Platz. Mehr als zehntausend Soldaten defilierten, und über ihren Köpfen kreisten modernste Jagdflugzeuge: Die Parade war auch eine Demonstration der Stärke des russischen Militärs. Sogar Transporter von Interkontinentalraketen, die mit Atomsprengköpfen bestückt sind, rollten auf den Roten Platz. 

Doch die traditionelle Feier des 9. Mai stand im Zeichen der Versöhnung: Erstmals nahmen militärische Vertreter der NATO-Mächte USA, Großbritannien und Frankreich teil. Und der russische Staatschef Dmitri Medwedew empfing auch Kanzlerin Angela Merkel in Moskau.

Vor fünf Jahren hatte Ex-Kanzler Gerhard Schröder als erster deutscher Regierungschef an der Feier teilnehmen dürfen. Die Einladungen an deutsche Politiker sind Gesten der Aussöhnung zwischen den Staaten. Es sei nicht selbstverständlich, dass ein deutscher Regierungschef an diesem Ereignis teilnehmen dürfe, sagte Merkel. Sie flog deshalb trotz der laufenden EU-Verhandlungen zur Rettung des Euro nach Moskau.

Die größte Militärparade der Welt

Moskau feiert den 65. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland. © dpa
Zur größten Militärparade der Welt auf dem Roten Platz in Moskau, zu der auch Kanzlerin Merkel eingeladen ist, kommen einige hochbetagte Herren. © dpa
Es sind die wenigen noch lebenden Veteranen des “Großen Vaterländischen Kriegs“. © dpa
Als die kleine Katja dem 85-jährigen Sergej Fjodorowitsch schüchtern eine Blume in die Hand drückt und leise “Danke“ murmelt, kommen dem Veteranen der Roten Armee die Tränen. © dpa
Stolz streckt der alte Herr am 65. Jahrestag des Sieges über Nazi- Deutschland die ordengeschmückte Brust vor. “Ich war in Berlin“, sagt er mit glänzenden Augen, als er durch die Gegend um die Moskauer Prachtstraße Twerskaja geht. © dpa
Sergej Fjodorowitsch gehört zu den letzten Überlebenden des blutigen Ringens. Natürlich hat er heute seine Galauniform angelegt. “Danke, Großvater, für den Sieg“, rufen ein paar angetrunkene Jugendliche im Stakkato. © dpa
Der 9. Mai ist der wichtigste Feiertag in den Ländern der früheren Sowjetunion. © dpa
Auf dem Roten Platz in Moskau marschieren mehr als 10 000 Soldaten aus Russland und den Ex-Sowjetrepubliken auf. © dpa
Auf der Ehrentribüne verfolgt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel neben Russlands Regierungschef Wladimir Putin das Defilee. © dpa
Die Einladung gilt als Zeichen der Versöhnung. © dpa
Schweres Kriegsgerät rollt am Kreml vorbei. © dpa
Erstmals sind auch Einheiten der NATO-Mächte USA... © dpa
...Großbritannien (Foto) und Frankreich dabei. © dpa
Zum Abschluss spielen die internationalen Musikkorps die Ode “An die Freude“ von Ludwig van Beethoven. © dpa
Als schließlich mehr als 120 Bomber und Jagdflugzeuge im Tiefflug durch den strahlend blauen Himmel über der Hauptstadt düsen, strömen hunderte Menschen aus Cafés und Kneipen rund um die Prachtstraße Twerskaja. © dpa
Mit lauten “Hurra“-Rufen wollen Jung und Alt die Flugzeuge übertönen. Fotohandys und Kameras werden hochgestreckt. © dpa
In Moskau herrscht am Siegestag Stimmung wie auf einem Volksfest. © dpa
Die Einwohner genießen bei hochsommerlichen Temperaturen um 27 Grad das ungewohnte Gefühl, einmal über autofreie Straßen zu flanieren. Schon bald sind die ersten Kioske trocken gelegt. Mitarbeiter karren neue Bier- und Wasserpaletten heran. © dpa
Die größte Militärparade der Welt © dpa
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Auch zahlreiche andere Staatschefs waren angereist, darunter Schimon Peres (Israel), Vaclav Klaus (Tschechien) und Hu Jintao (China). Nur Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatte wegen des EU-Gipfels abgesagt.

2,5 Millionen Menschen feierten in Moskau. Darunter waren Tausende russische Kriegsveteranen, die mitgeholfen hatten, die nationalsozialistische Schreckensherrschaft zu beenden. Nach der Siegesfeier legte Angela Merkel rote Rosen am Grabmal des Unbekannten Soldaten am Kreml nieder. Das Denkmal erinnert an die 27 Millionen russischen Opfer des Zweiten Weltkriegs.

tz

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