Spitzenpolitikerin tötet Fisch im TV und entsetzt damit die 81-Jährige

Grüne: Rütting tritt aus – wegen Künast

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Barbara Rütting

München - Barbara Rütting, Tierschützerin, Schauspielerin, Autorin und Ex-Alterspräsidentin des bayerischen Landtags, ist bis ins Mark erschüttert: „Das ist ungeheuerlich, ich bin fassungslos“, schreibt sie auf ihrer Homepage.

„Renate Künast, Spitzenkandidatin der Grünen bei der Bundestagswahl, schlägt vor laufender Kamera – und in Anwesenheit eines kleinen Jungen – an einer Tischkante einen eben geangelten Fisch tot.“ Die Konsequenz der 81-Jährigen: Sie verlässt die Grünen. In der ARD-Sendung Menschen bei Maischberger am Dienstagabend beschrieb sie nochmals die Szene mit Künast, die in der ARD-Sendung Abgeordnet vor einem Monat zu sehen gewesen war. Rütting kündigte an, die Grünen nun auch nicht mehr wählen zu wollen und ihre Stimme der Partei Mensch Umwelt Tierschutz zu geben. Die Entscheidung sei ihr nicht leicht gefallen, sagte Rütting, andererseits könne sie nicht verstehen, was aus Renate Künast und den Grünen geworden sei.

Renate Künast reagierte bestürzt auf die Nachricht: „Ich bedauere den Austritt sehr. Wir haben gemeinsam und mit vielen anderen immer für den Tierschutz gekämpft.“

Rütting, die in mehr als 45 Filmen vor der Kamera stand, zog 2003 für die Grünen in den bayerischen Landtag ein, wo sie Alterspräsidentin wurde. Sie war bereits früh bei den Grünen, trat später aus und warf der Partei Abkehr vom Pazifismus vor, trat dann aber wieder ein – nicht zuletzt wegen Kü­nasts Reformpolitik an der Spitze des Verbraucherressorts unter Rot-Grün. Erst im Frühjahr hatte Rütting aus gesundheitlichen Gründen ihr Landtagsmandat aufgegeben.

tz

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