Schüsse in die Brust

Demonstrant stirbt bei Protesten in Kiew

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Bei den gewaltsamen Protesten in der Ukraine ist ein Demonstrant ums Leben gekommen.

Kiew - In Kiew ist ein weiterer Demonstrant gestorben, der bei schweren Auseinandersetzungen zwischen Regierungsgegnern und Polizisten verletzt worden war.

Wie die Freiheitspartei am Samstag berichtete, handelt es sich um einen 45-Jährigen, der am Mittwoch in der ukrainischen Hauptstadt Schüsse in die Brust erlitten hatte. Mit mehreren Operationen sei vergeblich versucht worden, den 45-Jährigen zu retten, teilten die Gesundheitsbehörden mit.

Damit steigt die Zahl der Todesopfer bei den Unruhen der vergangenen Tagen nach Angaben der Veranstalter der regierungskritischen Kundgebungen auf sechs. Die Regierung spricht dagegen von drei Toten.

Am Samstag hatte der ukrainische Innenminister den Demonstranten mit der gewaltsamen Auflösung der Proteste gedroht.

Die proeuropäischen Proteste in der Ukraine dauern seit Ende November an. Die Opposition beschuldigt die Polizei immer wieder, mit Gewalt gegen die Demonstranten vorzugehen. In den vergangenen Tagen eskalierten die Auseinandersetzungen. Auslöser der Proteste war die Entscheidung von Präsident Viktor Janukowitsch, ein über Jahre ausgehandeltes Assoziierungsabkommen mit der EU nicht zu unterzeichnen und sich stattdessen verstärkt Russland zuzuwenden.

Bilder: Gewalt in Kiew eskaliert

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AFP

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